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Vor Wahlen im Osten : Möglicher AfD-Erfolg alarmiert die Wirtschaft

Pegida-Anhänger bei einem ihrer Montagsspaziergänge in der Dresdner Innenstadt. Wie imagebildend werden die Wahlergebnisse für den Wirtschaftsstandort Osten ausfallen? Bild: Karsten Thielker

Bei den bevorstehenden Wahlen hat die AfD momentan gute Chancen, zweitstärkste oder stärkste Kraft im Osten zu werden. Industriepräsident Kempf warnt: Ein AfD-Erfolg würde den ostdeutschen Unternehmen schaden.

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          Kurz vor den Landtagswahlen in drei ostdeutschen Bundesländern ist eine Debatte entbrannt über mögliche Konsequenzen für die Wirtschaft im Falle von AfD-Erfolgen. Dieter Kempf gehört dabei zu den eindringlichsten Mahnern. „Erfolge der AfD schaden dem Image unseres Landes“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Erst kämen die Erfolge der AfD, dann der Imageschaden, schließlich Abschwung und Strukturschwäche.

          Mit scharfen Worten ging er gegenüber der Funke Mediengruppe die Partei an. Sie spiele unzufriedene Bürger gegen sozial schwächere aus. Der oberste Industrievertreter dürfte mit seiner Einschätzung bezüglich der AfD-Chancen für die bevorstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen (beide 1. September) und Thüringen (27. Oktober) nicht falschliegen. Jedenfalls könnte die AfD laut Umfragen des Wahlforschungsinstituts Infratest Dimap in Sachsen und Thüringen die zweitstärkste Kraft werden, in Brandenburg sogar stärkste.

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