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Landtagswahl : Geringe Wahlbeteiligung in Sachsen

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) geht zusammen mit seiner Ehefrau ins Wahllokal. Bild: dpa

Letzter Ferientag und Regenwetter: Bei der Landtagswahl in Sachsen zeichnet sich eine niedrige Wahlbeteiligung ab. Die CDU liegt laut Umfragen weit vorn. FDP, AfD und NPD kämpfen um den Einzug in den Landtag in Dresden.

          Bei der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag hat die Wahlbeteiligung bis zum Mittag deutlich unter den Werten von 2009 gelegen. Bis 14 Uhr gaben nur 23,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Landeswahlleitung am Sonntag mitteilte. Bei der Wahl 2009 waren es bis dahin 27,6 Prozent gewesen, am Schluss lag die Beteiligung damals bei 52,2 Prozent.

          In der Region Chemnitz hatten um 12 Uhr 15,2 Prozent der Wahlberechtigten gewählt, in der Region Dresden waren es 16 Prozent, in Leipzig nur 12,5 Prozent. Es wird mit einem Anteil von Briefwählern von 9,1 Prozent gerechnet. Zuletzt hatte die Wahlbeteiligung vor fünf Jahren bei insgesamt 52,2 Prozent gelegen.

          Die Wahllokale schließen um 18 Uhr. Da der Wahltag auf dem letzten Ferientag liegt, war eine schlechtere Wahlbeteiligung schon vorher befürchtet worden.

          Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gab schon eine halbe Stunde nach Öffnung der Wahllokale zusammen mit seiner Ehefrau in einer Grundschule in Panschwitz-Kuckau seine Stimme ab. FDP-Chef Holger Zastrow appellierte bei seiner Stimmabgabe in Dresden noch einmal an die Wähler: Sie müssten jetzt entscheiden, ob sie eine Regierung mit oder ohne Liberale wollten. Der bisherige Koalitionspartner der CDU liegt laut Umfragen bei nur etwa 3 Prozent und wäre somit nicht mehr im Dresdner Landesparlament vertreten.

          3,4 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Laut Umfragen liegt die CDU mit Werten um 40 Prozent weit vorn. Zweitstärkste Kraft dürfte den Demoskopen zufolge die Linke werden, vor der SPD. In Sachsen könnte erstmals die eurokritische AfD in ein Landesparlament einziehen. Für die Grünen dürfte es nach den jüngsten Umfragen knapp werden. Der Wiedereinzug der rechtsextremen NPD ist ebenfalls nicht sicher.

          Die CDU hatte die Wahl 2009 mit 40,2 Prozent klar gewonnen. Dahinter folgte die Linke mit 20,6 Prozent. Die SPD holte mit 10,4 Prozent ihr zweitschlechtestes Ergebnis. Die FDP kam auf 10 Prozent, die Grünen holten 6,4 Prozent, die NPD 5,6 Prozent.

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