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Interview mit Kurt Biedenkopf : „Die AfD in Sachsen ist politisch nicht sonderlich bedeutsam“

  • -Aktualisiert am

Kurt Biedenkopf auf dem Neumarkt in Dresden vor der Frauenkirche. Bild: Robert Gommlich

Nach der Wiedervereinigung war Kurt Biedenkopf der erste Ministerpräsident Sachsens. Im Interview spricht er über seine Liebe zu dem Bundesland, die Lage im Osten, das Machtstreben der Populisten – und das Frühstück in einer Regierungs-WG.

          11 Min.

          Herr Biedenkopf, ich würde mit Ihnen gern über Sachsen sprechen. Sie und Ihre Frau sind vor zwei Jahren zurück nach Dresden gezogen.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Nicht zurück! Meine Frau und ich sind 1990 nach Sachsen gekommen. Voraus ging im Dezember 1989 eine eindrucksvolle Begegnung mit Kurt Masur in Leipzig. Im Gespräch mit ihm hörten meine Tochter Susanne und ich die Orgel im Gewandhaus. Masur lud uns zu einem Besuch im Konzertsaal ein. Er bat den Organisten, für uns zu spielen. Die Kraft der Musik und ihre Schönheit überwältigten Susanne und mich. Wir hatten Tränen in den Augen. Ich bat den Maestro um seinen Rat, was ich in Sachsen Nützliches tun könne. Als ich ihn Anfang Januar wiedersah, riet er mir: „Sie müssen in Leipzig Gastprofessor werden, dann sind Sie einer von uns.“ Er hat mich damit in Sachsen integriert. Das war im Grunde der Schlüssel für alle folgenden Entwicklungen.

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