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Streit in der Sachsen-CDU : Kretschmer zufrieden über Maaßens Rückzug

  • Aktualisiert am

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Bild: EPA

„Maaßen hat genügend Ärger gemacht“ – Das Wortgefecht zwischen Sachsens Ministerpräsident Kretschmer und dem früheren Verfasssungsschutzchef geht weiter.

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          CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Rückzug des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen aus dem sächsischen Landtagswahlkampf ausdrücklich begrüßt. „Maaßen hat genügend Ärger gemacht“, sagte Kretschmer in Dresden. „Dieser Mann und sein undifferenziertes Gerede haben die Debatte über die rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz unnötig verlängert“, sagte Kretschmer. „Maaßen hat keine Bedeutung.“ Seine Aufmerksamkeit entstehe lediglich durch die mediale Begleitung seiner Auftritte.

          „Tatsächlich ein Rückzug“

          Maaßen hatte als CDU-Mitglied auf Einladung einiger CDU-Kreisverbände mehrere Wahlkampfauftritte in Sachsen absolviert. Er hatte am Sonntagabend jedoch per Twitter erklärt, sich aus dem Landtagswahlkampf zurückzuziehen. Zur Begründung verwies Maaßen auf ablehnende Äußerungen Kretschmers im Magazin „Der Spiegel“ vom Wochenende. Dort hatte Kretschmer eine Unterstützung Maaßens im Wahlkampf abgelehnt und gesagt, er hätte „ihn nicht eingeladen“.

          Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren in der letzten Woche vor der Landtagswahl am 1. September ohnehin keine weiteren Termine Maaßens mehr vorgesehen. Dessen Medienanwalt Ralf Höcker verwies dagegen auf Twitter auf „weitere kurzfristige Anfragen“. Allerdings bringe sich Maaßen nun nicht mehr ein, der Rückzug sei „tatsächlich ein Rückzug“. Maaßen hat jedoch bereits angekündigt, am Wahlabend in Dresden an einer Wahlparty der rechtskonservativen Werte-Union teilnehmen zu wollen.

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