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Grüne in Rheinland-Pfalz : Nur im Notfall mit der CDU

Auf einem Windrad bei Mainz: Grüne Spitzenkandidatin Spiegel Bild: Lucas Bäuml

Die Grünen in Rheinland-Pfalz unterstützen den Kurs der Kanzlerin. Die Spitzenkandidatin Spiegel gilt als deutlich weiter links als die Bundesgrünen. Von manchen wird sie dafür als politisch naiv belächelt.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          In ihrer Heimatstadt Speyer besuchte Anne Spiegel kürzlich ein Impfzentrum. Das war rasch aufgezogen worden und hatte perfekt organisiert den Betrieb aufgenommen. Doch dann kam deutlich weniger Impfstoff als erwartet. Impftermine mussten verschoben werden. Als Spiegel vorbeischaute, war nur eine von zwei „Impfstraßen“ in Betrieb und die auch nur halb. Dabei waren die Infektionszahlen in der Stadt kurz davor sehr hoch gewesen, viele Menschen waren in Speyer im Winter in den Altenheimen im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Spiegel ließ sich trotzdem freundlich lächelnd durchs Impfzentrum führen, sie vermied jede Kritik in Richtung des Bundes, der für die Impfstoffbeschaffung zuständig ist. Mittlerweile gelten die rheinland-pfälzischen Grünen in Mainz als die treuesten Unterstützer des Kurses Angela Merkels und damit als die Vorsichtigsten in der Ampelkoalition. Ein „großes Risiko“ nannte Spiegel am Donnerstag die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz angesichts des unklaren Infektionsgeschehens und der fehlenden Schnelltests.

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