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Nordrhein-Westfalen : CDU deutlich stärker als die SPD

  • Aktualisiert am

Will regieren: Hendrik Wüst lässt sich auf der Wahlfeier der CDU in Düsseldorf bejubeln. Bild: Daniel Pilar

Die Umfragen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen prognostiziert, nun scheint der Sieg sehr viel deutlicher ausgefallen zu sein. Wer das Land regieren wird, ist aber noch unklar.

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          F.A.Z. Frankfurt ⋅ Nach dem klaren Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen beansprucht deren Spitzenkandidat, Ministerpräsident Hendrik Wüst, auch die künftige Landesregierung zu führen. „Die Menschen haben uns zur stärksten Kraft gemacht. Das ist der Auftrag, eine künftige Regierung zu bilden und zu führen“, sagte Wüst am Sonntagabend in Düsseldorf. Mit dem Ergebnis müsse man nun klug umgehen und demütig bleiben – das gelte für alle Parteien, auch für die SPD, so Wüst. Deren Spitzenkandidat Thomas Kutschaty gestand ein, das eigene Ergebnis sei „leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Eines stehe aber fest: „Unser erstes Ziel, Schwarz-Gelb abzuwählen, das hat geklappt.“ Kutschaty forderte, alle demokratischen Parteien müssten jetzt miteinander ins Gespräch kommen. Vielleicht reiche es auch noch für ein rot-grünes Bündnis. Mit den Grünen gebe es jedenfalls viele Schnittmengen.

          Die CDU hat die Landtagswahl nach Hochrechnungen von ARD und ZDF klar gewonnen. Sie kam demnach auf gut 35 Prozent der Stimmen. Die SPD erreichte rund 27 Prozent der Stimmen. Die Grünen kamen unter der Führung ihrer Spitzenkandidatin Mona ­Neubaur auf gut 18 Prozent; sie konnten ihr Ergebnis von 2017 fast verdreifachen. Die FDP dagegen erreichte unter Spitzenkandidat Joachim Stamp nur rund fünf Prozent der Stimmen und musste am Abend unerwartet um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Für die AfD, die mit Markus Wagner angetreten war, stimmten ebenfalls gut fünf Prozent der Wähler. Die Linke verpasste abermals den Einzug in den Düsseldorfer Landtag; diesmal deutlicher als 2017.

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