Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen : Angst vor den Röttgen-Strahlen
„Die Kontinuität der Aufgabenerfüllung ist notwendig, um die Energiewende vernünftig gestalten zu können“, hat Angela Merkel, CDU-Vorsitzende, am Tag nach dem desaströsen Abschneiden ihrer Partei in Nordrhein-Westfalen gesagt. Es war einer jener typischen Merkel-Sätze, die immer dann fallen, wenn die Bundeskanzlerin Klarheiten vermeiden will, wenn es günstiger erscheint, im Ungefähren zu bleiben. Warum sie, hatte die Frage gelautet, an einem nun so geschwächten Bundesumweltminister festhalten wolle, an Norbert Röttgen also, der als Spitzenkandidat die Niederlage höchstpersönlich auf sich genommen hatte und vom Landesvorsitz zurückgetreten ist. Das habe sie, sagte Frau Merkel, „zur Kenntnis genommen, mit Respekt zur Kenntnis genommen“. Ein „herzliches Dankeschön“ an Röttgen.
