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Langer Schatten bis Berlin: Die Niederlage von Norbert Röttgen macht auch der Kanzlerin zu schaffen

Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen : Angst vor den Röttgen-Strahlen

Am Tag nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen versucht die Kanzlerin das Desaster mit einem Mantel aus Beton zu umgeben. Es fallen typische Merkel-Sätze - und Norbert Röttgen bekommt ein „herzliches Dankeschön“.
Gibt in der NRW-CDU die Richtung vor: Armin Laschet

CDU in NRW : Laschets Schwärzarbeiten

Nach der Niederlage bei den Landtagswahlen sucht die CDU in Nordrhein-Westfalen noch immer ihr Profil. Während die Mitglieder Röttgen die Schuld daran geben, fällt der neue Landesvorsitzende Laschet durch ungewohnt scharfe Töne auf.
Koalitionsvertrag mit „fairen Kompromissen“: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD, r.) und die Grüne Sylvia Löhrmann

Rot-grüner Koalitionsvertrag : Düsseldorfer Fassade

Es wirkt wie Hohn, wenn sich SPD und Grüne in Düsseldorf zum Abschluss ihrer Koalitionsverhandlungen für eine Haushaltsplanung loben, die erst für das Jahr 2020 einen ausgeglichenen Etat vorsieht. Hinter der „Fassade“ der Alles-wird-gut“-Rhetorik steckt klassische Klientelpolitik.

Hanau und die AfD : Der Gipfel des Zynismus

Die AfD mimt auch nach dem Massenmord von Hanau wieder die verfolgte Unschuld. Doch kann niemand mehr die Augen davor verschließen, dass diese Partei die völkische Aufwiegelung zum Geschäftsmodell gemacht hat.

Terroranschlag in Hanau : Die Gefahr kommt von rechts

Die Morde von Hanau sind Ergebnis eines schleichenden Zivilisationsbruchs. Der spielt sich im Netz ab und reitet auf der Welle eines rassistischen Volksbegriffs.

Morde von Hanau : Die Saat des Bösen

Bluttaten wie in Hanau kommen nicht aus heiterem Himmel, sondern aus der Hölle des Hasses und der Verblendung. Wer der Radikalisierungsleiter Sprossen hinzufügt, trägt eine Mitverantwortung, wenn der Wahn zu einer Wahnsinnstat führt.

Kampf um die Weltordnung : Der chinesische Rivale

Vorbei sind die Zeiten, wo Washington Peking als möglichen strategischen Partner gesehen hat. Amerika und China steuern auf die große Konfrontation zu. Eine Chance für Europa.

Einwanderung nach Britannien : Klempner gesucht

Einwanderer aus EU-Staaten dürfen in Großbritannien bald nicht mehr ohne bestimmte Qualifikationen arbeiten. Was aber passiert, wenn die Briten den polnischen Handwerker nicht ersetzen können?

Gezi-Prozess : Zynisches Spiel in Istanbul?

Die Freisprüche im Gezi-Prozess lassen hoffen, dass der türkische Rechtsstaat doch noch existiert. Doch die abermalige Festnahme von Osman Kavala trübt den Eindruck.

Ramelows Angebot : Der Coup von Erfurt

Das Angebot von Bodo Ramelow, seine Vorgängerin übergangsweise Thüringen regieren zu lassen, ist ein doppelt vergiftetes. Gleichwohl müssen alle Beteiligten aus dem Erfurter Dilemma lernen, neue Wege und Koalitionen zu wagen.
Hannelore Kraft betritt am Mittwoch mit ihrer Stellvertreterin Sylvia Löhrmann (Grüne, links), und den beiden neuen Ministern Garrelt Duin (rechts) und Michael Groschek die Staatskanzlei

Nordrhein-Westfalen : Groschek und Duin neue Kabinettsmitglieder

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat zwei neue Kabinettsmitglieder vorgestellt: der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Garrelt Duin wird neuer Wirtschafts- und Energieminister, Michael Groschek Verkehrsminister.

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  • Bundeskanzlern Merkel,  Röttgen und Kauder: Ein Wiedersehen an diesem Dienstag in der Fraktion?

    CDU : Kauder warnt Röttgen vor Abrechnung mit Merkel

    Unionsfraktionschef Volker Kauder warnt den entlassenen Bundesumweltminister und NRW-Wahlverlierer Norbert Röttgen (beide CDU) vor einer Abrechnung mit der eigenen Partei. Er verstehe die Entscheidung der Kanzlerin: „Die Energiewende braucht einen starken Minister.“
  • Das Bild täuscht: Norbert Röttgen will offenbar nach dem Rauswurf aus Merkels Kabinett nicht resignieren, sondern seine politische Karriere im Bundestag und in der CDU fortsetzen

    Nach Rauswurf als Minister : Röttgen kämpft um sein politisches Überleben

    Norbert Röttgen lässt verlauten, er wolle im CDU-Vorstand Stellvertreter Angela Merkels bleiben. Schon bald werde er über die Umstände seiner Entlassung als Minister berichten. CSU-Chef Seehofer sagt, die Kanzlerin habe die Causa Röttgen „souverän und eigenständig entschieden“.
  • Röttgens Entlassung : Noch weniger ging nicht

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte Norbert Röttgen loswerden, ohne als kalte Exekutorin zu erscheinen. Den Gefallen hat ihr der nun Entlassene nicht getan.
  • Kandidat muss man können: Hannelore Kraft und SPD-Chef Sigmar Gabriel

    SPD : Das K in K-Frage steht nicht für Kraft

    Die Troika der SPD will auch nach dem Wahlsieg Hannelore Krafts in Nordrhein-Westfalen an ihrem Plan für die Kür des Kanzlerkandidaten festhalten.
  • „Wir müssen Politik grundlegender ändern, als wir es bisher wahrhaben wollten.“ (Norbert Röttgen)

    Harte Bretter : Merkels Macht auf tönernen Füßen

    Was bedeutet die Wahl in NRW? Das Schicksal der CDU liegt mehr denn je in den Händen der Kanzlerin. Für die SPD hingegen gilt: Wenn drei sich streiten, freut sich die Partei auf die Vierte.
  • Kritisiert die CDU: BDI-Präsident Hans-Peter Keitel

    Nach der NRW-Wahl : Wirtschaft beglückwünscht die SPD

    Über Norbert Röttgens Scheitern ist in der Branche niemand traurig. Industriechef Keitel rät der CDU sich mit ihren Stammwählern zu versöhnen. Die FDP erhält derweil Lob.
  • Standfestigkeit auf dem Prüfstand: FDP-Vorsitzender Philipp Rösler

    Nach den NRW-Wahlen : Eiche und Bambus

    Der FDP-Parteivorsitzende, Wirtschaftsminister und Vizekanzler wusste, was auf ihn zukommen würde. Und nun läuft die Führungsdiskussion wieder. Die FDP stichelt gegen Philipp Rösler.
  • Der bayerische Ministerpräsident Seehofer: Offene Rechnungen und Machtpolitiik

    Seehofers Umgang mit der CDU : Christsoziale Geschwisterhiebe

    Gepeinigt von der Angst in einen Abwärtssog zu geraten, sucht Horst Seehofer einen Sicherheitsabstand zur Schwesterpartei - zumal nach Niederlagen für die CDU wie in Nordrhein-Westfalen. Der CSU-Vorsitzende versetzt dem gestrauchelten Norbert Röttgen noch einen kräftigen Tritt.
  • Nochmals Blumen für die Wahlsiegerin: Hannelore Kraft am Montag in Berlin in der SPD-Zentrale, wo ihr unter vielen anderen Generalsekretärin Andrea Nahles gratulierte

    Wahlanalyse : Die bürgerlichen Wähler der Frau K.

    Hannelore Kraft ist es in Nordrhein-Westfalen gelungen, Wähler für die SPD zu gewinnen, ohne die Grünen zu schwächen. Eine Analyse der Wähler und ihrer Wanderungen.
  • Rot-grüner Siegestaumel: Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann

    Wahl in Nordrhein-Westfalen : Im Rausch der Balkendiagramme

    Der SPD gelingt mit Hannelore Kraft ein sensationelles Wahlergebnis, das einst Normalität war. Lindner rettet die FDP und Röttgen macht einen Spaziergang in der Abendsonne, nachdem er wie Ikarus auf Normalnull aufgeschlagen ist.
  • Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel feiert im Willy-Brandt-Haus mit den Genossen das Wahlergebnis in Düsseldorf

    Reaktionen in Berlin : Übermut und Currywurst

    Keine Landtagswahl ist wichtiger als die in Düsseldorf. Der CDU ist das schmerzhaft bewusst geworden. Auch die SPD weiß das, sie wird sogleich wieder übermütig: Die Currywurst gibt es auf der Wahlparty gratis.
  • Sieg auf ganzer Linie: Mit ihrer bodenständigen Art kommt Hannelore Kraft an

    Hannelore Kraft : Triumphatorin

    Mit ihrer bodenständigen Art hatte sie keine Schwierigkeiten gegen ihren Herausforderer Norbert Röttgen: Hannelore Kraft ist die triumphale Gewinnerin der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Sigmar Gabriel sieht sie schon als Kanzlerkandidatin.
  • Gerührt: Hannelore Kraft

    Wahl-Reaktionen : „Was für ein toller Abend“

    „Es ist so ein tolles Gefühl“: Hannelore Kraft bleibt Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen - und zeigt sich vor ihrer Partei überglücklich. Auch Grüne und die FDP jubeln über ihr Abschneiden - bei der Linkspartei herrscht Katerstimmung. Reaktionen auf den Wahlausgang.
  • Jeder nur ein Kreuz (hier in einem Wahllokal in Arnsberg (Hochsauerlandkreis)

    Nordrhein-Westfalen : Spiegel für Berlin

    Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich eine geringe Wahlbeteiligung ab - große Folgen wird der Urnengang trotzdem haben. Denn Nordrhein-Westfalen ist die Bundesrepublik im Kleinen. Schon oft haben Wahlen in Düsseldorf kommende Machtverschiebungen in Berlin vorweggenommen. 
  • Für Verärgerung sorgte nicht nur Röttgens zögerliche Haltung gegenüber einem Wechsel nach Nordrhein-Westfalen, wo immerhin seine Familie lebt

    Landtagswahl in NRW : Die 30-Prozent-Frage an Kandidat Röttgen

    In der CDU ist die Debatte über die Zukunft ihres Spitzenmannes in Nordrhein-Westfalen längst entbrannt. Die 30-Prozent-Marke gilt als entscheidend. Es sieht schlecht aus für den Umweltminister.