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Mecklenburg-Vorpommern : SPD lädt nach Wahlsieg CDU und Linke zu Gesprächen ein

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In einer Sache sind sie sich alle einig: Es wird keine Koalition mit der AfDgeben. Bild: Matthias Lüdecke

Der Wahlsieger hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf. Noch in dieser Woche will die SPD erste Gespräche mit Vertretern von CDU und Linker führen, um eine neue Regierung zu schmieden.

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          Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern drückt nach ihrem Wahlsieg am Sonntag bei der Suche nach einem Koalitionspartner aufs Tempo. Sowohl mit der CDU als auch mit der
          Linken sollen die Möglichkeiten für ein Regierungsbündnis rasch erörtert werden.

          „Die Einladungen zu den Sondierungsgesprächen gehen jetzt raus. Unser Ziel ist es, noch vor dem Wochenende das erste Mal zusammenzukommen“, sagte SPD-Landeschef und Ministerpräsident Erwin Sellering am Montag nach einer Vorstandssitzung in Güstrow. Seinen Angaben zufolge fiel die Entscheidung, mit beiden Parteien zu reden,
          einstimmig.

          Die CDU machte unterdessen deutlich, die Koalition mit der SPD fortsetzen zu wollen. Der Parteivorstand der Nordost-Union stimmte am Montagabend einstimmig für die Aufnahme von Sondierungsgesprächen. Eine offizielle Einladung dazu gebe es aber noch nicht. „Wir sind nicht der Partner, der bestimmt“, sagte CDU-Landeschef und Innenminister Lorenz Caffier nach der zweistündigen Sitzung in Schwerin.

          Bei dem Treffen habe es auch einen Austausch über das Wahlergebnis vom Sonntag gegeben. „Das war kein sehr angenehmer Wahlabend“, meinte Caffier. Die CDU hatte mit 19 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis im Nordosten erzielt. Forderungen nach personellen Konsequenzen aus dem Wahldebakel habe es aus dem Vorstand nicht
          gegeben, erklärte der CDU-Politiker.

          Vor der CDU, mit der die SPD die zurückliegenden zehn Jahre zusammen das Land regierte, hatten die Sozialdemokraten von 1998 bis 2006 mit der Linken kooperiert. Auch die Linke-Landesspitze  befasste sich am Montagabend in Schwerin mit dem Wahlausgang. Sie hatte zuvor schon die Bereitschaft zu Gesprächen mit der SPD erklärt.

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