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Wahl in Marokko : Moderate Islamisten bleiben stärkste Kraft

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Eine junge Marokkanerin stimmt in der Hauptstadt Rabat ab. Bild: dpa

In Marokko haben sich die gemäßigten Islamisten offenbar bei der Parlamentswahl durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung in dem nordafrikanischen Königreich war jedoch niedrig.

          Die regierenden Islamisten haben sich bei der Parlamentswahl in Marokko nach ersten Ergebnissen als stärkste Kraft behauptet. Die moderate islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD), die seit 2011 eine Koalition mit Liberalen, Kommunisten und Königstreuen anführt, habe nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen 99 von 395 Sitzen im Abgeordnetenhaus errungen, sagte Innenminister Mohammed Hassad am Samstag.

          Die königsnahe Partei der Authentizität und Modernität (PAM) komme auf 80 Mandate, so Hassad. Die Konservativen der Unabhängigkeitspartei errangen demnach 31 Sitze. Die Wahlbeteiligung habe in dem nordafrikanischen Land bei 43 Prozent gelegen.

          Die PJD unter dem islamistischen Regierungschef Abdelilah Benkirane hatte im Wahlkampf mit der Fortsetzung der Sozial- und Wirtschaftsreformen geworben. Die PAM präsentierte sich dagegen als liberale Partei und stellte die Themen Freiheit und Frauenrechte in den Vordergrund. Sie befürchtet eine schleichende Islamisierung des Königreiches.

          Das Land kämpft mit großen Problemen im Bildungsbereich, mit Korruption und einer hohen Jugendarbeitslosigkeit, an der auch die Reformen nach den arabischen Aufständen 2011 wenig geändert haben.

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