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Umfrage zur Landtagswahl : Nur Jamaika hätte eine sichere Mehrheit in Hessen

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Nach den aktuellen Zahlen käme von den politisch denkbaren Bündnissen lediglich eine Regierung aus CDU, Grünen und FDP auf eine sichere Mehrheit im Landtag. Bild: dpa

Kurz vor der Landtagswahl steht das schwarz-grüne Bündnis in Hessen auf der Kippe – das zeigt eine aktuelle Umfrage. CDU und SPD drohen herbe Verluste.

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          Wenige Tage vor der Landtagswahl in Hessen muss die dort seit fünf Jahren regierende schwarz-grüne Koalition um ihre Zukunft bangen. Nach einem am Donnerstagabend veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ bleibt unklar, ob die Regierung aus CDU und Grünen von Ministerpräsident Volker Bouffier weiterregieren kann. Für CDU und SPD sagt die Forschungsgruppe Wahlen deutliche Verluste im Vergleich zur Wahl 2013 vorher, für die Grünen deutliche Zugewinne. Die AfD wird demnach erstmals in den Landtag einziehen, sie wäre dann in allen 16 Länderparlamenten vertreten. Die Zahlen entsprechen mit leichten Abweichungen denen anderer Institute.

          Würde bereits jetzt gewählt, dann käme die CDU laut „Politbarometer“ auf 28 Prozent (2013: 38,3) und die SPD auf 20 Prozent (2013: 30,7). Die Grünen erreichen demnach ebenfalls 20 Prozent (2013: 11,1), die AfD 12 Prozent (2013: 4,1), die FDP 8 Prozent (2013: 5,0) und die Linke ebenfalls 8 Prozent (2013: 5,2).

          Nach diesen Zahlen käme von den politisch denkbaren Bündnissen lediglich eine Regierung aus CDU, Grünen und FDP auf eine sichere Mehrheit im Landtag. Die amtierende Regierung aus CDU und Grünen stünde ebenso auf der Kippe wie eine Koalition aus CDU und SPD, eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder Rot-Rot-Grün, heißt es in der Analyse der Forschungsgruppe Wahlen.

          Bei der Frage, wer Ministerpräsidenten werden soll, liegt Amtsinhaber Bouffier (CDU) mit 43 Prozent (minus 3 im Vergleich zur Vorwoche) weiter vorn. Sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel kommt auf 34 Prozent (plus 2).

          Die Umfrage wurde vom 24. bis 25. Oktober unter 1205 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Hessen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung.

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