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Medien und Merkels Rückzug : Rührt euch!

Eine Raute mit mehr als nur Symbolcharakter: Angela Merkel am Montag während der Verleihung des Nationalen Integrationspreises im Bundeskanzleramt. Bild: dpa

Nach der Hessen-Wahl tut sich was in Berlin. Angela Merkel ordnet ihren Rückzug, die Union stellt sich neu auf. Für manche Beobachter in den Medien geht das zu schnell. Sie hängen doch so am Status Quo. Ein Kommentar.

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          Schon erstaunlich, wie so ein erfahrener Kommentator danebenliegen kann. „Rasenden Stillstand“ machte der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte am Sonntagabend angesichts des zu erwartenden Ergebnisses der Hessen-Wahl und einer möglicherweise fortbestehenden schwarz-grünen Koalition in Wiesbaden aus. Das kann man nur bestätigt sehen, wenn man das Beben, das die Wahl auslöste, für einen Akt der Selbstbeschäftigung der Parteien hält.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Angela Merkel kandidiert nicht mehr für den Bundesvorsitz ihrer Partei, als Kanzlerin will sie die Legislaturperiode noch voll und danach mit der Politik Schluss machen. Kaum taucht Friedrich Merz aus der Versenkung auf und macht Annegret Kramp-Karrenbauer die Merkel-Nachfolge in der Partei streitig, kommt mit Jens Spahn ein dritter Kandidat aus der Deckung.

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