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AfD-Spitzenkandidat in Hessen : „Nicht jeder Migrant ist kriminell“

AfD-Politiker Rainer Rahn beim Wahlforum im Redaktionsgebäude der F.A.Z. Bild: Michael Kretzer

Ist die AfD anti-pluralistisch? Rainer Rahn, AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Hessen, stellte sich auf F.A.Z.-Einladung den Fragen von Vertretern der evangelischen Kirche. Seine Antworten fielen teilweise knapp aus.

          Der Gegensatz wurde am deutlichsten in einer der Schlussfragen. Ist die AfD anti-pluralistisch? Das wollte Thorsten Latzel, Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, wissen. Schließlich vertrete die Partei in Fragen des Glaubens, der Kultur, des Frauenbilds, der Rechte von Homosexuellen und des familiären Zusammenlebens ein sehr altes, homogenes Gesellschaftsbild, meinte der Pfarrer. „Was ist daran schlecht?“ entgegnete Rainer Rahn, der 66 Jahre alte Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) für die hessische Landtagswahl. „Fragen Sie doch mal Adenauer, was der sich unter Ehe vorgestellt hat, als das Grundgesetz 1948 formuliert wurde.“

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Anderthalb Stunden hatte sich Rahn auf Einladung der F.A.Z. einem Streitgespräch mit acht Vertretern der Evangelischen Akademie und von Organisationen, mit denen sie verbunden ist, gestellt. Denn AfD und Kirchen haben zum Teil gegensätzliche Ansichten, welche Werte mit dem „jüdisch-christlichen Abendland“ verbunden sind, wie das Verhältnis zum Islam aussehen sollte oder wie man mit Migranten, Homosexuellen, Armen und anderen Minderheiten umgeht. So ging es in dem Wahlforum folglich nicht nur um Flüchtlinge, sondern auch darum, wie die Partei es mit der Religionsfreiheit hält, was sie gegen Armut und Wohnungsmangel unternehmen würde oder wie sie sich von Extremisten abgrenzt. Nach der jüngsten Umfrage kann sie am 28. Oktober mit 13 Prozent rechnen.

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          Vier von acht Fragenden: Politikstudentin Katharina Liesenberg, Diakonie-Referent Felix Blaser, Gunter Volz vom Evangelischen Stadtdekanat und Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank (von links)

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