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Wohnungspolitik : Hamburg baut und baut und baut

Neubaugebiet Neue Mitte Altona: Auf dem ehemaligen Bahn-Gelände entsteht seit einigen Jahren Hamburgs größtes Neubauprojekt. Aufnahme vom Februar 2019. Bild: Lucas Wahl

Die Wohnungsbaupolitik ist der Trumpf von SPD-Bürgermeister Tschentscher bei der Wahl in Hamburg: Die Hansestadt gilt als Vorbild in der Immobilienbranche. Hier gelingt, was in Berlin scheitert. Warum ist das so?

          3 Min.

          Am Wasserturm des früheren Güterbahnhofs von Hamburg-Altona verläuft die Grenze zwischen schicken Neubauten und schmutzigem Bahnareal. Westlich des Gebiets um den denkmalgeschützten Kegel aus Stahlbeton breiten sich Trassen für S-Bahnen und Intercity-Züge aus. Wenige Meter östlich ragen Baukräne in den Himmel. „Neue Mitte Altona“ heißt das Wohnquartier, dessen erster Bauabschnitt dort entsteht. Etliche Wohnungen sind schon fertig, aber es soll noch weitergehen: Um den Turm herum soll ein neues Viertel wachsen, das einmal bis zu 4000 Einheiten umfassen soll. Es kann auch deshalb so üppig ausfallen, weil der Bahnhof „Altona“ dafür verlegt werden soll. Ein „Jahrhundertprojekt“, so nennt die Stadt es selbst etwas überschwänglich.

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Bei so einem Vorhaben ist Ärger programmiert: Eine Bürgerinitiative und der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub Deutschland liefen Sturm gegen die Verlegung des Personenbahnhofs, auf dessen bisheriger Zufahrt ein großer Teil der zweiten Baustufe stehen soll. Mühselige Verhandlungen beruhigten die Gemüter. In der vergangenen Woche wurde endlich der Kompromiss geschlossen. Die einstigen Streithähne freuen sich und danken einander. Nun kann weitergebaggert werden.

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