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Die AfD vor der Hamburg-Wahl : Alle Schrauben angezogen

Der Hamburger AfD-Spitzenkandidat Dirk Nockemann Bild: dpa

Nirgendwo bekam die AfD 2017 weniger Stimmen als in Hamburg. Doch auch dort ist die Partei nach Machtkämpfen und Richtungsstreits eine andere geworden.

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          Dirk Nockemann ist seit mehr als 30 Jahren als Jurist im Staatsdienst. Er wisse, dass man nicht übertreiben dürfe, wenn man etwas erreichen wolle, sagt er. Dass man die Schraube nur langsam drehen darf, um sie nicht zu überdrehen. Nockemann ist Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der AfD in Hamburg. Vor fünf Jahren war die Partei im Norden zum ersten Mal in ein westdeutsches Landesparlament eingezogen. Da war sie aber im Bund und auch in der Hansestadt noch eine andere Partei. Längst wurde die Schraube nach rechts weitergedreht.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Dirk Nockemann steht früh am Morgen in der Aula eines Gymnasiums. Ein bürgerlicher Stadtteil im Norden der Stadt, eine Schule mit gutem Ruf. Nockemann steht ganz hinten, und die Schüler umspülen ihn auf dem Weg zu ihren Plätzen. Kaum jemand schenkt ihm Aufmerksamkeit. Dabei hat die AfD gerade in Schulen immer wieder Empörung provoziert, gegen Veranstaltungen mit AfD-Politikern gab es Proteste. Der Hamburger Landesverband hatte das sogenannte Meldeportal „Neutrale Schule“ eingeführt, das andere Landesverbände mehr oder weniger kopierten. Es brachte ihnen viele Schlagzeilen und heftige Kritik. Heute aber bleibt alles ruhig.

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