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Wahl in Hamburg : Die CDU im Großstadt-Dilemma

Kaum ein Durchkommen: Marcus Weinberg, Spitzenkandidat der CDU in Hamburg, hat es schwer im Wahlkampf. Bild: Daniel Pilar

Marcus Weinberg ist Hanseat und bürgernah. Und trotzdem dringt er im Wahlkampf nicht durch. Warum der CDU in Hamburg ein bitterer Wahlabend droht.

          5 Min.

          Manchmal beginnt der Wahlkampf schon schwierig, und dann wird es auch nicht mehr viel besser. Marcus Weinberg ist der Spitzenkandidat der CDU für die Hamburger Bürgerschaftswahl und sitzt an einem Januarabend im großen Saal der Handelskammer. Diskussionsrunde mit den Kandidaten der anderen Parteien, wenige Meter vom Rathaus entfernt. Politische und wirtschaftliche Macht sind in Hamburg auch räumlich ganz nah beieinander. Die Zuschauer dürfen schon am Anfang mal abstimmen, welche Partei sie am besten finden. Auf einer Leinwand hinter den Kandidaten wachsen und schrumpfen die Balken. Die CDU pegelt sich bei etwa 15 Prozent ein, na ja.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Am Ende des Abends stimmen die Zuschauer wieder ab, und nach zweieinhalb Stunden Debatte, nach viel Einsatz von Weinberg, nach lächelnden Einwürfen und entschiedenen Widersprüchen, schafft es der Balken der CDU nicht einmal mehr in den zweistelligen Bereich. Als die anderen Kandidaten aufstehen, sitzt Weinberg noch eine Weile da, den Blick auf die Leinwand gerichtet. Der Wahlkampf ist für ihn nicht zu gewinnen, das war lange klar. Und dann kam auch noch Thüringen.

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