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Wahl in Hamburg : In der letzten Hochburg

Peter Tschentscher will dem Land beweisen, dass die SPD noch Wahlen gewinnen kann. Bild: Daniel Pilar

Die Ausgangslage für die SPD in Hamburg war schwierig. Warum Peter Tschentscher trotzdem kurz vor einem Wahlsieg in der Hansestadt steht – und gegen die Grünen schießt, ohne sie als Partner zu verprellen.

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          Auf der Reeperbahn morgens um halb elf ist nicht so viel los. Kippenstummel kleben auf feuchten Gehwegplatten, kaum ein Mensch ist auf der Straße. Nur im Schmidt-Theater füllen sich langsam die Ränge. Das Theater ist berühmt in der Stadt, ein Magnet im ausschweifenden Nachtleben auf dem Kiez. Mit der SPD hat das zwar nicht viel zu tun, aber die Wahl ist nah, und da hat man sich etwas Besonderes ausgedacht: Wahlkampf-Revue auf St. Pauli.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Um elf sind die Reihen voll und die Moderatorin des Morgens, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit von der SPD, stellt sich auf die Bühne: man hoffe zeigen zu können, dass Politik auch Spaß macht. Dann kommt Peter Tschentscher, der Erste Bürgermeister, und der versucht gar nicht erst, lustig zu sein – abgesehen von einem HSV-und-die-erste-Liga-Witz, der gehört dazu. Tschentscher klickt mit einer Fernbedienung die Bilder und Slogans auf der großen Leinwand durch und hält seinen Wahlvortrag, den er so oder so ähnlich schon oft gehalten hat in den vergangenen Wochen.

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