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Verzögerte Stimmenauszählung : Schuld war der Sturm

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Ein Mann läuft mit einer Wahlurne während der Auszählung der Stimmen für die britische Parlamentswahl in der Islington Town Hall. (Symbolfoto) Bild: dpa

Gut 1600 Wahlberechtigte leben auf den britischen Scilly-Inseln. Nur, könnte man meinen: Doch diese Stimmen sind absolut wichtig – und waren erst 15 Stunden nach Schließung der Wahllokale ausgezählt.

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          Weil über die winzigen Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls seit Donnerstag ein Sturmtief zog, konnten die letzten Stimmen für die britische Parlamentswahl stundenlang nicht gezählt werden. Erst mehr als 15 Stunden nach Schließung der Wahllokale stand am Freitag fest: Der Wahlkreis St. Ives, zu dem die Inseln gehören, schickt wie bisher einen Konservativen in das Unterhaus nach London. Damit stand auch das Endergebnis fest: Premierminister Boris Johnsons Partei kommt auf 365 der insgesamt 650 Mandate.

          Die Scilly-Gruppe mit mehr als 40 Inseln und Felsen liegt rund drei Bootsstunden südwestlich der Spitze von Cornwall. Gut 1600 Wahlberechtigte leben dort. Ihre Stimmen waren absolut wichtig: Vor zwei Jahren hatte der konservative George Eustice mit einem Vorsprung von nur 312 Stimmen vor einem Liberaldemokraten gewonnen.

          Die Wahlurnen von abgelegenen Inseln wie Bryher, Tresco und St Agnes sollten eigentlich direkt nach Schließung der Wahllokale auf die Hauptinsel St Martin’s gebracht werden. Stürmische Winde verhinderten aber die nächtliche Überfahrt. Erst am Morgen klarte es auf, und die Urnen konnten verschifft werden. Die Stimmen wurden ausgezählt und das Ergebnis telefonisch in die Wahlzentrale auf dem Festland übermittelt.

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