https://www.faz.net/-gpf-9ue7c

Vereinigtes Königreich : Was Johnsons Mehrheit bedeutet

Boris Johnson in der Downing Street: Die Wahl hat er gewonnen – und wo geht es danach hin? Bild: dpa

Die Konservativen haben die Unterhauswahl klar gewonnen, auch wenn das Bürgervertrauen in Johnson nicht besonders groß ist. Der Brexit wird jetzt kommen. Und wohin wird Johnson Großbritannien nach dem Brexit führen?

          3 Min.

          Dreieinhalb Jahre nach dem Referendum haben sich die Wähler im Vereinigten Königreich ein zweites Mal dafür entschieden, die EU zu verlassen. Anders lässt sich der Sieg Boris Johnsons nicht interpretieren, der nun mit einer satten absoluten Mehrheit weiterregieren darf. Auch wenn viele Motive in diese Wahlentscheidung eingeflossen sind – Johnsons zentrale Botschaft lautete: „Get Brexit done!“. Und viele wollen den Austritt ganz offenkundig hinter sich bringen.

          Das ist nicht nur ein bitteres Ergebnis für alle, die den Brexit für einen Fehler halten. Bitter ist es vor allem für jene knappe Mehrheit der Wähler, die ihre Stimme Parteien gegeben haben, die ein zweites EU-Referendum abhalten wollten. Das Vereinigte Königreich bleibt also tief gespalten, die Politiker aber werden nun den Austritt vollziehen. Keinen Grund aber haben die „Remainers“, wie 2016, zu behaupten, dass das Volk mit falschen Versprechungen in die Brexit-Falle gelockt worden sei. Diesmal warb Johnson mit einem detaillierten, von Brüssel abgesegneten Austrittsmodell – und erhielt dafür die absolute Mehrheit im Parlament.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Klärungsbedarf: Zübeyde und Peter Feldmann am Abend der Wiederwahl des Oberbürgermeisters

          Feldmann und die Kita-Affäre : Gut bezahlte Nebenrolle

          Als Zübeyde Temizel noch am Konzept für eine Kita in Wiesbaden gearbeitet haben soll, besichtigte Peter Feldmann schon die „Dostluk“-Baustelle in Frankfurt. Und das ist längst nicht die einzige Ungereimtheit in der Sache.