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Wahlversprechen der Parteien : Die Immobilienkrise der Briten

Teures Pflaster: Viktorianische Reihenhäuser in London Bild: Chris Mouyiaris/robertharding/la

Mietendecke, Sozialwohnungen und finanzielle Hilfe: Vor der britischen Wahl haben die Parteien unterschiedliche Rezepte, um die Wohnungsmisere zu lindern – am Hauptproblem gehen die Versprechen allerdings vorbei.

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          Auf der Liste der Sorgen britischer Wähler steht die angespannte Lage auf dem Wohnungs- und Häusermarkt ziemlich weit oben. Der Traum vom eigenen Häuschen ist für viele, gerade die Jüngeren, kaum noch finanzierbar, vor allem in London und im Südosten Englands sind die Preise sehr hoch. Vielfach wird über den Mangel an bezahlbarem Wohnraum geklagt. Selbst für schlecht isolierte, zugig-feuchte Wohnungen zahlt man in den besseren Vierteln der Hauptstadt stolze Mieten. Nach dem Preisatlas des Immobilienunternehmens CBRE kostet eine Zweizimmerwohnung, die etwa 75 Quadratmeter Wohnfläche hat, im Durchschnitt 1900 Pfund in London. Das entspricht einer Quadratmetermiete von gut 25 Pfund (fast 30 Euro).

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Die Parteien, die sich nun zur Wahl stellen, haben unterschiedliche Rezepte im Angebot, um die Wohnungsmisere zu lindern. Die oppositionelle Labour-Partei fordert einen Mietendeckel, der den Mietenanstieg auf die Inflationsrate begrenzen soll. Vermietern, die dagegen verstoßen, drohten hohe sechsstellige Geldstrafen. Ein neues „Recht zum Kauf“ soll es jährlich 50.000 Mietern ermöglichen, ihre Wohnungen vom Staat zu ermäßigten Preisen zu erwerben.

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