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AfD-Reaktionen auf Johnson : Meuthens Märchen

Meuthen sprach von „Märchen“, die „unsere Medien die ganze Zeit“ erzählt hätten. (Archivbild) Bild: AFP

Die AfD bejubelt den Sieg Johnsons – und betreibt Medienschelte à la Trump.

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          Johnsons Wahlsieg hat sogar bei jenen Erleichterung hervorgerufen, die den britischen Premierminister für einen Hasardeur und den Brexit für einen gravierenden Fehler halten. Denn nun herrschen klare Verhältnisse im Unterhaus, so dass die Trennung von der EU endlich in die nächste Phase treten kann. Auch auf dem Kontinent war man der ewigen Hängepartie müde. Grenzenlos bejubelt wird Johnsons Erfolg diesseits des Ärmelkanals von jenen, die in ihm einen Sieg im Feldzug gegen die EU sehen wollen. Sie schwärmen von einem Triumph des Volkswillens, der freilich nur dank dem britischen Wahlsystem so eindeutig zugunsten Johnsons ausfiel: Die meisten Stimmen bekamen die Parteien, die für eine zweite Volksabstimmung eintraten.

          Auch das hinderte die AfD nicht am Jauchzen und an einer Medienschelte nach der Art ihres zweiten Idols, Trump. Meuthen sprach von „Märchen“, die „unsere Medien die ganze Zeit“ erzählt hätten. Chrupalla wollte Versuche erkannt haben, „die Menschen durch düstere Szenarien und sogar Drohungen einzuschüchtern“. Weidel war froh, dass die britischen Wähler sich als klüger erwiesen hätten als die Medien, „die zu wissen glaubten, was für die Briten am besten ist“. Gauland schließlich weiß nicht nur das ganz genau, sondern auch, dass sich alle Vorhersagen über den Abstieg des Vereinigten Königreichs als falsch erweisen würden. Aus mehreren Gründen ist zu hoffen, dass er recht behält – auch weil sonst wieder „die Medien“ schuld gewesen sein werden.

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