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Britische Parlamentswahlen : Vorsprung der Konservativen schmilzt

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Noch immer klar vorne: die britische Premierministerin Theresa May und die britischen Konservativen Bild: AFP

Gut eine Woche vor den Unterhauswahlen liegen die britischen Konservativen in den Umfragen weiter klar vor der Labour-Partei. Doch der Vorsprung hat sich weiter verringert.

          Kurz vor der Unterhauswahl in Großbritannien verlieren die regierenden Konservativen in der Wählergunst. Die Zustimmung sank im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 45 Prozent, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Instituts ICM für die Zeitung „Guardian“ hervorgeht.

          Damit liegt die Partei von Premierministerin Theresa May aber immer noch klar vor der Labour-Partei, die unverändert auf 33 Prozent kommt. Auch sechs andere Umfragen hatten gezeigt, dass die Konservativen nach dem Anschlag in Manchester am 22. Mai an Vorsprung einbüßten.

          May hatte die vorgezogene Wahl für den 8. Juni angesetzt, um ihre Mehrheit auszubauen und so ihre Position bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU zu stärken. Am Montagabend hatte May bei einem Fernsehauftritt mit Oppositionsführer Jeremy Corbyn ihre harte Linie für die anstehenden Brexit-Verhandlungen bekräftigt. „Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal“, sagte May. Corbyn forderte dagegen, auf jeden Fall einen Austrittsvertrag mit der EU auszuhandeln.

          Corbyn will auf jeden Fall eine Vereinbarung mit der EU

          Nach dem Anschlag in Manchester mussten May und Corbyn auch kritische Fragen zur Sicherheitspolitik beantworten. Die Premierministerin und ihr Herausforderer von der oppositionellen Labour-Partei lieferten sich in der Sendung von SkyNews und Channel 4 keinen direkten Schlagabtausch, sondern beantworteten getrennt voneinander die Fragen von Zuschauern aus dem Studio und von Moderator Jeremy Paxman. Eine direktes Fernsehduell mit Corbyn hatte May abgelehnt.

          Holt auf: Jeremy Corbyn mit seiner Labour-Party

          Vor allem bei den bevorstehenden Brexit-Verhandlungen zeigten sich die Unterschiede zwischen May und Corbyn. Während May dafür plädierte, die EU notfalls auch ohne Abkommen zu verlassen, kündigte Corbyn an, als Premierminister auf jeden Fall eine Vereinbarung mit Brüssel treffen zu wollen.

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