https://www.faz.net/-gpf-8w7pm

Wahlkampf in Frankreich : Fillon beschuldigt Hollande der Verschwörung

  • Aktualisiert am

Ziemlich schlechte Freunde: Präsident Hollande (links) und Kandidat Fillon Bild: AP

In der Affäre um die Scheinanstellung seiner Frau greift Francois Fillon den französischen Präsidenten Hollande an. Seine Vorwürfe sind gravierend.

          1 Min.

          Einen Monat vor Beginn der Präsidentenwahl in Frankreich hat der konservative Kandidat Francois Fillon schwere Vorwürfe gegen den sozialistischen Amtsinhaber Francois Hollande erhoben. Der wegen der Beschäftigung seiner Ehefrau unter Druck geratene Politiker beschuldigte Hollande am Donnerstag, in eine Verschwörung gegen ihn verstrickt zu sein. Hollande persönlich habe zugestimmt, dass den Medien Informationen über seine Finanzangelegenheiten gesteckt werden, sagte Fillon in einem Fernsehinterview.

          Er wird beschuldigt, seine Frau jahrelang zum Schein beschäftigt und dafür Hunderttausende Euro Steuergelder kassiert zu haben. Fillon weist dies zurück. Seine Wahlchancen sind seit den Vorwürfen stark gesunken.

          „Es gibt heutzutage Zeitungen, die 48 Stunden nach der Durchsuchung beispielsweise meines Büros in der Nationalversammlung beschlagnahmte Unterlagen zugespielt bekommen“, sagte Fillon. „Wer gibt ihnen diese Dokumente? Die Regierung.“ Auf die Frage, ob dies mit Zustimmung von Politikern oder der Justiz geschehe, erklärte er: „Ich gehe viel weiter, ich mache den Präsidenten der Republik dafür verantwortlich.“

          Frankreich : Justiz eröffnet Verfahren gegen Präsidentschaftskandidat Fillon

          Weitere Themen

          Emir von Kuweit gestorben

          Scheich Sabah : Emir von Kuweit gestorben

          Scheich Sabah verhalf Kuweit zum Ruf eines Mediators bei Konflikten im arabischen Raum. Nun ist der Emir im Alter von 91 Jahren gestorben.

          Topmeldungen

          Tourismus-Krise : Das große Sterben der Hotels

          Stadturlauber fehlen, Geschäftsleute auch: Viele Hoteliers bangen um ihre Existenz. Das Aus für erste Adressen wie das „Anna“ in München oder den Hessischen Hof in Frankfurt gilt als Auftakt einer „dramatischen Auslese“.
          Olaf Scholz während der Haushalts-Debatte im Bundestag.

          Deutschlands Finanzen : Mehr Demut vor den Schulden

          Olaf Scholz, der für die SPD die Kanzlerkrone holen soll, versucht daher, aus der Schulden-Not eine Tugend zu machen. Das ist gefährlich.

          Corona-Infektionen : Bund und Länder wollen Privatfeiern beschränken

          Ein Beschlussvorschlag für die Bund-Länder-Konferenz am Nachmittag sieht konkrete Höchstteilnehmerzahlen für private Feiern vor. Ausnahmen soll es nur mit Hygieneplan und Genehmigung vom Gesundheitsamt geben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.