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„Pseudo-Skandal“ : Keine Ermittlung gegen Macron-Vertrauten Ferrand

  • Aktualisiert am

Richard Ferrand in Paris Bild: Reuters

Weil er bei einem fragwürdigen Immobiliengeschäft profitiert haben soll, war die Staatsanwaltschaft auf Richard Ferrand aufmerksam geworden. Den Vorwürfen wird jetzt allerdings nicht weiter nachgegangen.

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          Die französische Justiz sieht von Ermittlungen gegen einen der engsten Vertrauten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ab. Eine „rechtliche Analyse“ der Fakten habe zu dem Ergebnis geführt, dass Vorermittlungen gegen den Minister für den territorialen Zusammenhalt, Richard Ferrand, nicht gerechtfertigt seien, teilte der Staatsanwalt von Brest, Eric Mathais, am Freitag mit. Zuvor hatte ein Medienbericht, demzufolge Ferrand von einem Immobiliengeschäft profitiert haben soll, für Wirbel gesorgt.

          Nach Informationen der investigativen Satirezeitung „Le Canard Enchaîné“ wollte Ferrands Krankenversicherung im Jahr 2011 in Brest ein Gebäude anmieten und entschied sich für das Angebot einer Immobiliengesellschaft im Besitz von Ferrands Partnerin.

          Handelt es sich um einen Pseudo-Skandal?

          Mit Hilfe des lukrativen Mietvertrags sicherte sich deren Immobilienverwaltung einen Bankkredit zum Kauf des gesamten Gebäudes im Wert von rund 400.000 Euro. Die Krankenversicherung ließ das Gebäude vollständig renovieren, was dessen Wert für die Firma von Ferrands Freundin beträchtlich erhöhte.

          Ferrand, der sich schon frühzeitig Macron und seiner Bewegung En Marche angeschlossen hatte, wies die Vorwürfe als „Pseudo-Skandal“ zurück. Der Verwaltungsrat der Versicherung, dem er nicht angehört habe, habe sich einfach für das beste Angebot entschieden, sagte er.

          Für Macron kamen die Vorwürfe gegen Ferrand zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Seine Regierung arbeitet derzeit an einem Gesetz über die „Moral in der Politik“, das Interessenkonflikte verhindern soll und Parlamentariern die Beschäftigung von Angehörigen verbietet. Justizminister Francois Bayrou soll das Gesetz noch vor der Parlamentswahl im Juni vorlegen.

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