https://www.faz.net/-gpf-8xm74

Internationale Presse : „Dieser Präsident ist zum Erfolg verdammt“

  • Aktualisiert am

Italienische Zeitungen in Rom, am Tag nach der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahl Bild: AFP

Zeitungen in Europa und in den Vereinigten Staaten haben nüchtern bis erleichtert über den Wahlsieg Emmanuel Macrons bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich berichtet. Doch es gibt auch kritische Stimmen.

          1 Min.

          Der britische „Daily Telegraph“ bringt den 39 Jahre alten Wahlsieger in Zusammenhang mit dem avisierten Austritt Großbritanniens aus der Europäische Union. „Frankreichs neue Hoffnung legt Wolke über Brexit“, titelt die Zeitung. Die konservative „Times“ belässt es nüchtern bei der Feststellung „Erdrutsch für Macron“.

          Eine Reihe amerikanischer und europäischer Zeitungen sehen in dem Wahlsieg ein positives Zeichen für den alten Kontinent. So schreibt die „Washington Post“, die Niederlage von Marine Le Pen habe „die extrem rechte Weiße in Europa zu einem krachenden Halt“ gebracht. Die italienische „La Stampa“ schreibt in ihrer Online-Ausgabe, es handele sich im einen „Triumph von Macron für Europa.“ Die griechische „Ta Nea“ vertritt zudem die Ansicht, mit dem Sieg des unabhängigen Kandidaten habe Frankreich „demokratisch und europäisch gesprochen.“ Athens „Ethnos“ will darin gar „Hoffnung für Griechenland“ entdeckt haben. Und der Schweizer „Tages-Anzeiger“ ist sich sicher: „Dieser Präsident ist zum Erfolg verdammt.“

          Nur wenige Publikationen äußern sich kritischer. Spaniens El Mundo stellt mit kritischem Unterton fest: „Frankreich begibt sich in die Hände von Macron. Und die italienische „Republicca“ schreibt mit Blick auf Macrons Sieg und seine ökonomischen Wurzeln säuerlich, der neue Präsident sei „Emmanuel, der junge König, der aus dem Elysée ein Start-up machen wird.“ Israels „Haaretz“ warnt mit Blick auf zu lautes Triumphgeheul: „Le Pen hat verloren, aber der Kampf um Europa ist noch lange nicht vorbei.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Donald Trump gab bekannt, den G-7-Gipfel doch nicht im familieneigenen Hotel in Miami auszurichten.

          Twitter : G7-Gipfel im nächsten Jahr doch nicht in Trump-Hotel

          Dies gab Donald Trump auf seinem Twitter-Account bekannt. Der Präsident der Vereinigten Staaten musste zuvor heftige Kritik für seine Entscheidung einstecken, den G-7-Gipfel in seinem Hotel in Miami ausrichten zu wollen.

          „Super Saturday“ : Britische Regierung beantragt Brexit-Verschiebung

          Das britische Parlament hat eine Entscheidung über den Brexit-Deal verschoben. Premierminister Boris Johnson kündigt an, er werde „weiterhin alles tun, damit wir am 31. Oktober die EU verlassen.“ Trotzdem muss er Brüssel um einen Aufschub bitten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.