https://www.faz.net/-gpf-8xs0x

Macron und Merkel : Auf die richtigen Schlüsse kommt es an

Emmanuel Macron mit seiner Frau Brigitte Trogneux nach dem Wahlsieg Bild: AFP

Deutschland und Frankreich haben sich zuletzt voneinander entfernt. In ihrer Partnerschaft liegt einiges im Argen. Merkel und Macron müssen sich über die Gründe klarwerden.

          1 Min.

          Im französischen Präsidentenwahlkampf widerstanden nicht viele Bewerber der Versuchung, sich durch antideutsche und antieuropäische Agitation zu profilieren. Brandreden wurden reichlich gehalten. Am Ende freilich stimmte die große Mehrheit der Wähler für jenen Kandidaten, der sich für die EU in die Bresche warf. Das dumme Gerede von der Unterwerfung Frankreichs unter Deutschland – und unter Angela Merkel – machte er sowieso nicht mit.

          Am Montag, einen Tag nach der Amtsübernahme, kommt Macron nun nach Berlin, darin einer Tradition folgend, welche die Bedeutung der deutsch-französischen Partnerschaft bekräftigt. Dass in dieser Partnerschaft zuletzt einiges im Argen lag, dass sich die Partner voneinander entfernten, vor allem, was wirtschaftliche Stärke und Dynamik anbelangt, ist nicht zu bestreiten; es ist offenkundig. Macron und Merkel sollten sich über die Gründe hierfür klarwerden und die richtigen Schlüsse ziehen. Die Deutschen sollten sich nicht selbstzufrieden auf ihrer Insel der Seligen einrichten, die Franzosen die Überwindung ihrer Malaise nicht an andere delegieren.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Schuldig fühlt er sich nicht

          Prozess gegen KZ-Wachmann : Schuldig fühlt er sich nicht

          In Hamburg hat der Prozess gegen einen früheren Wachmann im KZ Stutthof begonnen. Bruno D. ist heute 93 Jahre alt – und in mindestens 5230 Fällen wegen Beihilfe zum Mord angeklagt.

          „Eine gute Nachricht“ Video-Seite öffnen

          Merkel zum Brexit-Deal : „Eine gute Nachricht“

          Bei ihrer Ankunft in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, dass sie besonders erfreut sei, dass irische Premier mit dem Deal zufrieden sei. Die Einigung auf einen neuen Deal sei eine „gute Nachricht“.

          Topmeldungen

          Ruinerwold in Aufruhr : Polizei nimmt auch Vater der isolierten Familie fest

          Fassungslos reagieren die Einwohner des niederländischen Dorfes Ruinerwold auf die mutmaßliche Freiheitsberaubung einer ganzen Familie zu der immer mehr Details ans Licht kommen. Nun hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen verhaftet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.