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Betrugsvorwürfe : Fillon: „Die Justiz wird meine Unschuld feststellen“

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Er bleibt trotz des Verfahrens Kandidat für die französische Präsidentschaftswahl: François Fillon Bild: EPA

Nach der Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen ihn weist der französische Präsidentschaftskandidat Fillon abermals jede Verantwortung von sich. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau nur zum Schein angestellt zu haben.

          Nach der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon hat der Konservative abermals seine Unschuld beteuert. „Ich bin überzeugt, dass die Justiz diese Unschuld feststellen wird, auch wenn das Zeit braucht“, sagte Fillon am Mittwoch dem Sender Radio Classique. Fillon steht seit Wochen wegen des Verdachts einer Scheinbeschäftigung seiner Frau als parlamentarische Mitarbeiterin unter Druck.

          Am Dienstag hatte die Justiz ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet, sie prüft den Verdacht einer Hinterziehung von Staatsgeldern. Fillon beteuerte erneut, dass seine Frau jahrelang mit ihm gearbeitet habe, „wie es der Fall von Hunderten Abgeordneten ist, in der Vergangenheit, aktuell ist“.

          Der 63-Jährige verteidigte seine Entscheidung, trotz des Verfahrens Kandidat zu bleiben. „Es gibt eine Instrumentalisierung der Affären gegen mich, mit einem Ziel: mich daran zu hindern, Kandidat für die Präsidentenwahl zu sein“, sagte er.

          Frankreich wählt seinen neuen Staatschef in zwei Wahlgängen am 23. April und am 7. Mai. Fillon war nach Bekanntwerden der Vorwürfe in den Umfragen abgerutscht und liegt derzeit auf dem dritten Platz hinter der Rechtspopulistin Marine Le Pen und dem sozialliberalen Bewerber Emmanuel Macron, der nun als Favorit für den Sieg bei der Stichwahl gilt.

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