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Reaktionen auf die Wahl : Trump an Macron: Glückwunsch zum großen Sieg heute!

  • Aktualisiert am

Donald Trump, gerade wieder am Weißen Haus gelandet nach einem Golf-Wochenende im Trump National Golf Club in Bedminster. Bild: AP

Aus aller Welt bekommt der neue französische Präsident Macron Anerkennung zugesprochen. Besonders in Europa ist die Freude groß - nur eine Regierungschefin äußert sich nicht ganz so überschwänglich.

          Aus aller Welt haben Regierungs- und Staatschefs den neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron beglückwünscht. „Deutschland wird als guter und verlässlicher Partner an Ihrer Seite stehen“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). „Die Bundeskanzlerin freut sich darauf, im Geist der traditionell engen deutsch-französischen Freundschaft vertrauensvoll mit dem neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten“, sagte Regierungssprecher Seibert nach einem Telefonat Angela Merkels (CDU) mit Macron. Die Kanzlerin hatte bereits vor der Wahl öffentlich klargemacht, wen sie sich an der Spitze Frankreichs wünscht - den Wahlsieger und nicht seine Gegenkandidatin Marine Le Pen vom Front National. „Liberté, Egalité, Fraternité! Das hat Frankreich heute gewählt. Die Grande Nation war, ist und bleibt in der Mitte und im Herzen Europas“, sagte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD).

          „Glückwunsch an die Franzosen, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gewählt und der Tyrannei von Fake News eine Absage erteilt haben“, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk. „Gemeinsam für ein stärkeres und gerechteres Europa“, kommentierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das Wahlergebnis. Kein Geheimnis ist, dass auch in Brüssel die Freude groß ist darüber, dass sich der pro-europäische Kandidat Macron letztendlich doch so deutlich durchsetzen konnte in der Wahl; und das, obwohl viele Franzosen erst gar nicht ihre Stimme abgaben, sondern zuhause blieben.

          Wilders an Le Pen: Das nächste Mal gewinnst du - und ich auch!

          Gute Wünsche bekam Macron nahezu unmittelbar auch aus Übersee. „Glückwunsch an Emmanuel Macron zu seinem großen Sieg heute als nächster Präsident Frankreichs. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten!“, sagte der amerikanische Präsident Donald Trump. Trump hatte noch in seinem eigenen Wahlkampf und zu Beginn seiner Amtszeit gelegentlich kritisch über die EU gesprochen, mittlerweile seine Haltung aber öffentlich geändert.

          „Hoch lebe Präsident Macron“, äußerte der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni, in dessen Land im kommenden Jahr ebenfalls Wahlen anstehen. „Das französische Volk hat eine deutlich progressive und pro-europäische Wahl getroffen“, sagte der niederländische Regierungschef Mark Rutte, der seine eigene Wiederwahl in diesem Jahr schon hinter sich hat - und dabei vor allen den rechten Kandidaten Geert Wilders schlussendlich doch ebenfalls recht deutlich bezwang. „Mit seinem Sieg haben sich in Frankreich die Kräfte durchgesetzt, die für Offenheit und ein starkes Europa stehen“, teilte Österreichs Bundeskanzler Christian Kern mit.

          Freundlich, aber etwas distanzierter fielen die Glückwünsche aus dem Vereinigten Königreich aus. „Frankreich ist einer unserer engsten Verbündeten und wir freuen uns darauf, mit dem neuen Präsidenten an einer Reihe von gemeinsamen Prioritäten zusammenzuarbeiten“, verlautbarte die britische Premierministerin Theresa May. Sie selbst hat jüngst überraschend Unterhauswahlen ausgerufen, die im Juni stattfinden werden. „Lassen Sie uns die Bande der Brüderlichkeit zwischen Kanada und Frankreich stärken“, sagte hingegen der kanadische Premierminister Justin Trudeau, ähnlich wie Macron ein vergleichsweise junger Regierungschef. „Wir, Frankreich und Spanien, müssen für ein stabiles, florierendes und besser integriertes Europa zusammenarbeiten“, teilte der konservative spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy mit.

          Glückwünsche und Aufmunterung bekam allerdings auch die unterlegene Marine Le Pen von international mit ihrem Front National befreundeten Parteien. „Du gewinnst das nächste Mal - und ich auch!“, äußerte der Niederländer Geert Wilders. „Marine Le Pen ist trotz massiver Anfeindungen ein beeindruckendes Wahlergebnis gelungen, zu dem ich herzlich gratulieren möchte, auch wenn es am Ende leider nicht für den Sieg gereicht hat“, sagte die AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry. „Wenn Marine Le Pen sich darauf konzentriert, kann sie 2022 gewinnen“, befand der frühere Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Nigel Farage. „Es ist daher heute der Beginn und Startschuss für einen weiteren historischen Erfolgsweg des Front National in Frankreich gegeben worden“, kommentierte der österreichische FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

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