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Brandenburgs Ministerpräsident : Woidke will SPD-Doppelspitze

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„Die SPD wird die spannendste Partei in den nächsten Monaten deutschlandweit sein“, sagt Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Bild: dpa

Die Suche nach der neuen SPD-Führung läuft noch langsam. Dietmar Woidke verteidigt den Prozeß und warnt vor einem Ratz-fatz-Vorsitzenden.

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          Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke geht davon aus, dass seine Partei bundesweit bald von einem Duo geführt wird. „Ich glaube, dass es richtig ist, eine Doppelspitze in Zukunft zu wählen, weil die Arbeit immens ist, die auf die neuen Vorsitzenden zukommen wird“, sagte der SPD-Landesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Die SPD wird die spannendste Partei in den nächsten Monaten deutschlandweit sein und wenn die SPD dann auch auf die richtigen Themen setzt mit dem neuen Führungsduo, was wir mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommen werden, dann ist mir um die SPD nicht bange.“

          Die Sozialdemokraten suchen nach dem Rücktritt von Andrea Nahles eine neue Führungsspitze. Die Frist dafür läuft am 1. September ab – an dem Tag wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Bisher gibt es vor allem zwei Bewerberduos für den bundesweiten SPD-Vorsitz: Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann sowie die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer. Lauterbach und Scheer fehlt noch die nötige Mindestunterstützung aus der Partei.

          Der Brandenburger SPD-Chef hält die Suche nach eigenen Angaben nicht für schleppend, obwohl es bisher wenige prominente Bewerber gibt. „Es gibt viele geeignete Kandidaten. Einige haben sich schon gemeldet, andere werden sich noch melden“, sagte Woidke. „Ich finde es auch richtig, dass wir uns als SPD insgesamt die Zeit nehmen, nicht einen Vorsitzenden wieder ratz, fatz aus dem Hut zu zaubern, einer geht, der nächste kommt, sondern dass wir wirklich mit den Mitgliedern, aber auch mit den Menschen im Land diskutieren.“

          Woidke, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, lässt derzeit keine eigenen Ambitionen für den Bundesvorsitz erkennen. „Mein Platz ist hier in Brandenburg, ich kämpfe jetzt erstmal um ein gutes Ergebnis bei der Landtagswahl“, sagte Woidke. „Und über alle anderen Sachen denke ich momentan nicht nach.“

          Die SPD wird derzeit kommissarisch von Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig geführt. Die Partei liegt in den jüngsten Umfragen bundesweit bei 12,5 bis 14,5 Prozent, in Brandenburg bei 18 bis 19 Prozent.

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