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Marie Schäffer : 28-Jährige holt erstes grünes Direktmandat in Brandenburg

  • Aktualisiert am

Marie Schäffer Bild: dpa

Mit nur 144 Stimmen Vorsprung hat die junge Digitalexpertin Marie Schäffer die SPD-Politikerin Klara Geywitz verdrängt. Ihren Erfolg schreibt sie auch der „Fridays for Future“-Bewegung zu.

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          Jung, weiblich, digital: Mit Marie Schäffer hat zum ersten Mal eine Grünen-Kandidatin ein Direktmandat im Brandenburger Landtag errungen. Mit 144 Stimmen lag die 28-Jährige bei der Wahl am Sonntag knapp vor der Konkurrentin Klara Geywitz (43) von der SPD. Geywitz hatte das Direktmandat bei den vergangenen drei Wahlen gewonnen. 27 Prozent der Wähler stimmten nun für Schäffer. Geywitz, die sich zusammen mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz auch um den SPD-Bundesvorsitz bewirbt, nun aber aus dem Landtag flog, gratulierte noch am Wahlabend per Twitter.

          Schäffer wurde in Niedersachsen geboren und kam 2010 zum Studium nach Potsdam. Inzwischen arbeitet die Informatikerin für die Landesbeauftragte für Datenschutz. Mit klassischem Haustürwahlkampf warb sie in Potsdam für ihre Partei – im direkten Gespräch mit den Wählern.

          „Junge Leute müssen in die Parlamente“

          Die 28-Jährige glaubt, dass ihr Wahlsieg mit der Wechselstimmung im Land zu tun hat – „weil wir jetzt so lange eine SPD-Regierung hatten, dass die Leute einfach einen anderen Politikstil möchten“. Auch der „Fridays for Future“-Bewegung schreibt sie ihren Erfolg zu: „Die wollen nicht nur demonstrieren, sondern auch junge Menschen in den Parlamenten haben.“ Schäffer: „Ich finde, junge Leute müssen in die Parlamente, müssen in die Sacharbeit, mitentscheiden, wo’s lang geht.“

          Die Informatikerin steht für eine neue politische Kultur. Mit einem Transparenzgesetz will sie dafür sorgen, dass Daten aus der Verwaltung regelmäßig im Internet veröffentlicht werden. Auch eine Bürgerbeteiligungsplattform für neue Gesetze will sie initiieren.

          Dass sie es als junge Frau im Landtag leicht haben wird, glaubt Schäffer nach eigenem Bekunden nicht. „Ich habe Lust auf die Aufgabe. Ich habe die mir nicht ausgesucht, weil ich glaube, dass das einfach wird, sondern weil ich glaube, dass es wichtig ist“, sagt sie.

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