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AfD-Spitzenkandidat : Kalbitz gibt Teilnahme an Neonazi-Marsch zu

AfD-Kandidat Andreas Kalbitz bei einer Wahlkampfrede in Brandenburg. Bild: EPA

Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg tauchen Belege dafür auf, dass Kalbitz 2007 in Athen an einer Demonstration des rechtsextremen Bündnisses „Patriotische Allianz“ teilgenommen hat – und es gibt noch weitere Vorwürfe gegen den AfD-Politiker.

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          Kurz vor der Landtagswahl am Sonntag in Brandenburg hat der AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz zugegeben, dass er an einer rechtsextremen Demonstration im Januar 2007 in Athen teilgenommen hat. Kalbitz habe sich damals zusammen mit 13 Rechtsextremisten in einem Hotel einquartiert, berichtete die Zeitschrift „Der Spiegel“. Dort hatten sie eine Hakenkreuzflagge auf dem Balkon aufgehängt.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Die Zeitschrift bezieht sich auf einen Bericht der damaligen Verbindungsbeamtin des Bundeskriminalamts (BKA) in Athen über die Gruppe. Er war angefertigt worden, nachdem in der Nacht Unbekannte aus „der anarchistischen Szene“, so der Bericht, Molotowcocktails in den Hoteleingang und auf den Balkon geworfen hatten. Die Gruppe aus Deutschland war angereist, um an einer Demonstration des rechtsextremen griechischen Bündnisses „Patriotische Allianz“ teilzunehmen.

          Beim Sommerlager der „Heimattreuen Deutschen Jugend“

          Gegen ein Mitglied der Gruppe wurde laut „Spiegel“ später jahrelang ermittelt, weil es im Verdacht stand, einen zweiten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) aufzubauen. Zu den Reisenden gehörte auch der damalige NPD-Vorsitzende Udo Voigt. Kalbitz bestätigte, „dass ich vor zwölf Jahren in Athen war“. In der „nachträglichen Bewertung“ sei die Veranstaltung aber nicht angetan gewesen, bei ihm „weiteres Interesse oder Zustimmung zu erwecken“, sagt er weiter.

          Nach Angaben der ARD und des RBB hat Kalbitz zudem schon 1993 an einem Sommerlager des rechtsextremen Vereins „Die Heimattreue Jugend e.V.“ in Thüringen teilgenommen. Vor einem Jahr war bekannt geworden, dass der heute 46 Jahre alte Kalbitz 2007 an einem Sommerlager der neonazistischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) teilgenommen hatte.

          Kalbitz hatte später auf Nachfrage erklärt, dass er an keinem anderen Lager der HDJ teilgenommen habe. Das ist allerdings nur formal korrekt, weil die „Heimattreue Jugend“ sich später in „Heimattreue Deutsche Jugend“ umbenannte. Die Teilnahme von Kalbitz geht aus einer Verfassungsschutzakte hervor. Zudem erinnert sich ein Teilnehmer des damaligen Lagers an Kalbitz, der ihm als „Scharfmacher“ aufgefallen sei. Kalbitz war damals zwanzig Jahre alt. Der AfD-Politiker sagte dazu, die Sache sei „Wahlkampfgetöse“.

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