Reaktion auf Bayernwahl : SPD-Politiker drohen mit Bruch der großen Koalition

Wenn in Berlin nicht endlich Ruhe einkehre, gebe es nicht mehr viel, was dafür spreche, in der Regierung zu bleiben, heißt es aus der SPD. CDU-Politiker fordern derweil personelle Konsequenzen – bei der CSU.
Nach der Wahlpleite der SPD in Bayern hat der Parteilinke Karl Lauterbach mit einem Rückzug aus der großen Koalition gedroht. Die Niederlage der Sozialdemokraten im Freistaat liege auch im „Riesenstreit“ der großen Koalition in Berlin begründet, der immer wieder von der CSU ausgegangen sei, sagte der SPD-Gesundheitsexperte im ARD-„Morgenmagazin“. „Wenn es nicht besser wird, hallo, dann machen wir auch nicht weiter.“ Es wäre aber falsch, schon vor der Landtagswahl in Hessen Konsequenzen zu ziehen. Der dortige SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel habe über Jahre gute Oppositionsarbeit gemacht und bei der Wahl echte Chancen. „Das darf jetzt nicht vergeigt werden.“ Die SPD dürfe nach der Niederlage in Bayern kein Trübsal blasen, sondern in Hessen zum Endspurt ansetzen.





