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Seehofer-Kommentar : Der Prügelvorsitzende

Horst Seehofer am Dienstag in Berlin Bild: EPA

Bei einem Wahlergebnis, wie es die CSU eingefahren hat, muss einer gehen. Und das wird nicht Söder sein.

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          Wenn der Bezirksverband Oberbayern einen Parteitag fordert, dann gibt es einen Parteitag, ob der CSU-Vorsitzende ihn will oder nicht. Seehofer ist freilich lange genug dabei, um zu wissen, dass ein Vorsitzender in seiner Lage sich einem solchen Wunsch gleich gar nicht widersetzen sollte – auch wenn klar ist, was der Hauptzweck dieses Parteitags sein wird.

          Vielleicht baut Seehofer darauf, dass die Partei nach einer erfolgreichen Regierungsbildung das Urteil über ihn mit größerer Milde fällt. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber diese dürfte trügen. Seehofer hat die ihm zustehende Solidarität ausgeschöpft. Der parteiweite Unmut über den einsamen „Seehofer-Zirkus“ ist nicht mehr zu bändigen.

          Nach einem solchen Wahlergebnis reicht es nicht, den Ton zu bereuen und eine Neuaufstellung beim Naturschutz zu fordern; bei einem solchen Absturz muss einer gehen. Und das ist nicht Söder.

          Der war vorsichtig genug, nach dem Einbruch bei der Bundestagswahl nicht auch den Parteivorsitz zu übernehmen, den Seehofer ihm anbot. Demnächst aber endet auch Seehofers Amtszeit als Prügelvorsitzender.

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