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Landtagswahl : Die Bayern strömen an die Urnen

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Sonntags im Wahllokal Bild: Tobias Schmitt

Am frühen Nachmittag hat in München schon die Hälfte der Berechtigten ihre Stimme abgegeben - fast zehn Prozent mehr als bei der letzten Wahl. Auch in anderen Städten zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als 2008.

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          Bei der Landtagswahl in Bayern hat sich am Sonntag eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren abgezeichnet. In München lag die Beteiligung dem Wahlamt zufolge um 14 Uhr bei 49,7 Prozent und damit deutlich höher als zur selben Zeit im Jahr 2008 (40,9 Prozent). Etwa 9,5 Millionen Bürger sind in Bayern aufgerufen, die Zusammensetzung des Landtags für die kommenden fünf Jahre zu bestimmen.

          Neben der Landeshauptstadt München deutete sich auch in anderen großen Städten eine zumindest leicht höhere Wahlbeteiligung an. In Nürnberg lag die Beteiligung bei 34,5 Prozent, nachdem sie vor fünf Jahren am frühen Nachmittag bei 33 Prozent gelegen hatte. In Augsburg hatten um 14 Uhr 26,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Im Jahr 2008 waren es zwar 27,5 Prozent gewesen. Doch das Wahlamt rechnete wegen der hohen Zahl an Briefwählern dennoch mit einer höheren Beteiligung auch in Augsburg.

          Mehr Briefwähler als je zuvor

          Die Wahlämter hatten in der vergangenen Woche von einem regelrechten Ansturm auf die Briefwahl berichtet - in der Landeshauptstadt hatten beispielsweise bis Sonntagvormittag schon gut 29 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme per Brief abgegeben.

          In Regensburg lag die Wahlbeteiligung um 14 Uhr mit 26,9 Prozent etwa auf dem Niveau von 2008. In Ingolstadt hatten bis zum frühen Nachmittag 19,4 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Eine Vergleichszahl für das Jahr 2008 lag nicht vor. Ein Zwischenstand für die landesweite Wahlbeteiligung wurde nicht erhoben.

          Ministerpräsident Horst Seehofer im Wahllokal: Auf dem Weg zur absoluten Mehrheit

          Die CSU kann sich laut Umfragen Hoffnungen machen, ihre bei der Wahl vor fünf Jahren verlorene absolute Mehrheit zurückzugewinnen. Die Partei von Ministerpräsidenten Horst Seehofer lag in den Umfragen nur noch knapp unter fünfzig Prozent und könnte damit zumindest die absolute Mehrheit der Sitze gewinnen. Ihr Koalitionspartner FDP muss dagegen um den Wiedereinzug ins Maximilianeum bangen.

          Noch ganz fröhlich: SPD-Spitzenkandidat Christian Ude

          Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude lag in den Umfragen zuletzt im Bereich ihres historischen Tiefstands von 18,6 Prozent, auf den sie bei der letzten Wahl gefallen war. Ude will mit den Grünen und den Freien Wählern eine Dreierkoalition bilden und so Schwarz-Gelb ablösen. Allerdings hält sich der Freie-Wähler-Vorsitzende Hubert Aiwanger auch eine Koalition mit der CSU offen.

          Die Landtagswahl gilt auch als Stimmungstest für die Bundestagswahl in einer Woche. Gleichzeitig stimmen die Bürger über mehrere Verfassungsänderungen im Freistaat ab. Gewählt werden zudem die Bezirkstage in den sieben Regierungsbezirken.

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