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CSU : Ilse Aigner wird Bundeslandwirtschaftsministerin

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Die CSU-Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner wird neue Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Bild: REUTERS

Stühlerücken in der CSU: Die Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner soll neue Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden. Der Bundestagsabgeordnete Karl-Theodor zu Guttenberg wird CSU-Generalsekretär.

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          Die CSU-Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner wird neue Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz und damit Nachfolgerin des neuen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Seehofer sagte in München: „Ilse Aigner hat eine schnelle Auffassungsgabe, die wird das gut machen.“

          Für die Nachfolge Seehofers als Bundesminister waren zuletzt auch sein Parlamentarischer Staatssekretär Gerd Müller und Guttenberg im Gespräch gewesen. Was am Ende den Ausschlag für Aigner gab, blieb zunächst offen. Die 44 Jahre alte gelernte Elektrotechnikerin war von 1994 bis 1998 Landtagsabgeordnete und wechselte anschließend in den Bundestag. Dort ist sie unter anderem forschungspolitische Sprecherin der Unionsfraktion.

          Neues Kabinett vorgestellt

          Neuer CSU-Generalsekretär wird der Bundestagsabgeordnete Karl-Theodor zu Guttenberg, der ebenfalls als Bundesminister im Gespräch war. Guttenberg folgt auf Generalsekretärin Christine Haderthauer, die nach dem Wahldebakel der CSU am 28. September zurücktreten musste. Der 36-Jährige wurde seit der Pleite als Hoffnungsträger für verschiedene Führungsposten der Christsozialen gehandelt. Guttenberg machte sich in den sechs Jahren seit seinem Einzug in den Bundestag 2002 einen Namen als kompetenter Außenpolitiker. Er ist außerdem Vorsitzender des CSU-Bezirks Oberfranken.

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          Das neue bayerische Landeskabinett unter Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist komplett. An dem Personaltableau wurde bis kurz vor der Vereidigung der Regierungsmannschaft aus CSU und FDP noch gefeilt. Als neue Sozialministerin ist nun die bisherige CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer vorgesehen. Neuer Agrarminister wird der Niederbayer Helmut Brunner. Die bislang als sicher geltende Berufung des Oberbayern Marcel Huber ist damit vom Tisch. Grund ist, dass sich in anderen Landesteilen Widerstand gegen die Berufung vieler Oberbayern regte.

          Zwei Minister werden von der FDP gestellt, die nach Jahrzehnten der CSU-Alleinregierung den Einzug ins Landesparlament und in die Regierungsverantwortung geschafft hatte. Für das Wirtschaftsressort wird FDP-Landeschef Martin Zeil verantwortlich sein, Wolfgang Heubisch soll das Wissenschaftsministerium führen. Zeil ist zugleich stellvertretender Ministerpräsident. Umweltminister wird der bisherige Europaminister Markus Söder, der zudem neue Zuständigkeiten in der Gesundheit erhält und damit gestärkt wird. Europaministerin wird Emilia Müller. Bereits bekannt war, dass Innenminister Joachim Herrmann im Amt bleibt. Finanzminister wird der bisherige Staatssekretär Georg Fahrenschon. Das Justizministerium soll weiter von Beate Merk geführt werden. Staatskanzleichef soll der bisherige Kultusminister Siegfried Schneider werden. Kultusminister wird Ludwig Spaenle.

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