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Unruhe in der CDU : Im Schatten der Niederlagen

Auch schlechte Umfrageergebnisse bringen Angela Merkel nicht von ihrem Kurs in der Flüchtlingskrise ab, die Deutschland schon jetzt politisch verändert wie lange nichts zuvor.

          Auch große Enttäuschungen werfen ihre Schatten voraus. Die Spitzenkandidaten der CDU in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz befürchten, um den Lohn des Lebens und Leidens in der Opposition gebracht zu werden: das Amt des Ministerpräsidenten.

          Die Schuld dafür geben sie der Flüchtlingspolitik Merkels, die sie durch nationale Maßnahmen ergänzen wollen, gegen die sich die Kanzlerin nach wie vor sträubt. Sie setzt weiter auf eine Einigung mit der Türkei vor den Wahlen.

          Doch selbst wenn diese zustande kommt, wird sie den Flüchtlingsstrom nicht sofort abreißen lassen. Würde allein die Aussicht auf schrumpfende Migrantenzahlen genügen, um die Prozente für die CDU wieder in die Höhe zu treiben? Und wird es der SPD (wie den Grünen) helfen, viel treuer als die CDU zur Politik der Kanzlerin zu stehen?

          In Sachsen-Anhalt droht die Sozialdemokratie sogar von der AfD überholt zu werden. Möglicherweise reichte es in allen drei Ländern nicht einmal mehr für „große“ Koalitionen. Es gab schon lange kein Ereignis mehr, das Deutschland politisch so veränderte wie die Flüchtlingskrise.

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