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Neues Kabinett in Stuttgart : Mit beiden Flügeln auf der Erde

Kretschmann mit seinem neuen Kabinett Bild: REUTERS

Das grün-rote Kabinett in Stuttgart steht. Zahlreiche Rücksichten auf Parteiflügel waren zu nehmen, weithin unbekannten Politiker boten sich ungeahnte Chancen. Die SPD besetzt als kleinerer Koalitionspartner mehr Ministerien als die Grünen.

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          Zur Stärkung gibt es „Kassler aus dem Fenchelsud“. Es ist Mittwochmittag, und fast alle neuen Minister der ersten grün-roten Landesregierung bereiten sich im Landtagsrestaurant „Plenum“ auf die Sondersitzung der Fraktionen vor. Besprechungen, Telefonate, Hintergrundgespräche. Bevor der designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der erste Grüne in diesem Amt, am Nachmittag mit seinen Ministern zum Gruppenbild antreten wird, müssen die Abgeordneten noch einmal die Chance bekommen, sich ein Bild zu machen.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Das ist vor allem für die SPD interessant. Denn mit der Bildungsministerin Gabriele Warminski-Leitheußer und der Integrationsministerin Bilkay Öney kommen zwei Politikerinnen ins Kabinett, die landespolitisch noch völlig unbekannt sind. Frau Öney ist erst am Morgen mit dem Flieger aus Berlin gekommen. Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid unterhält sich mit seiner neuen Ministerin auf türkisch. Schmid ist mit einer türkischstämmigen Frau verheiratet. Vielleicht wird es die neue Geheimsprache im Kabinett. „So gut ist mein Türkisch nicht“, sagt Schmid. Die künftige Ministerin lobt ihn pflichtschuldig.

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