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Landtagswahlen am Sonntag : Diesmal reicht die 18-Uhr-Prognose nicht

Solche Bilder wird es heute Abend nicht geben: Malu Dreyer bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016 Bild: Frank Röth

Zuverlässige Hochrechnungen? Die vielen Briefwähler bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz machen Wahlforschern das Leben schwer. Sie rechnen mit einem langen Wahlabend.

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          Das Wort „Superwahljahr“ ist schnell dahergesagt. Doch von März bis September 2021 entscheidet sich in sieben der 16 Bundesländer, welche Parteien und welche Politiker in den Jahren nach der Corona-Pandemie den Ton angeben werden – und dies nicht nur vor Ort. Von dem Ausgang der Landtagswahlen hängt auch die Zusammensetzung des Bundesrates ab, mit dem es die künftige Bundesregierung zu tun haben wird. Nicht auszuschließen sind auch Auswirkungen auf die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung, die im Februar 2022 über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier befinden muss.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Ginge es nach den amtierenden Landesregierungen, stünden fast alle Zeichen auf Kontinuität. Mit Ausnahme von Berlin, wo die SPD am Tag der Bundestagswahl mit der neuen Spitzenkandidatin Franziska Giffey antreten will, bewerben sich in den sechs anderen Ländern die bisherigen Regierungschefs um ein neues Mandat. Das politische Farbenspektrum ist bunt wie nie: An diesem Wochenende wollen der Grüne Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg und die Sozialdemokratin Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz in ihren Ämtern bestätigt werden. Im Juni ist es der Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Sachsen-Anhalt, am Tag der Bundestagswahl sind es der Linke-Politiker Bodo Ramelow in Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig (SPD).

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