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Mattis kritisiert Trump : Aufstand der alten Generäle

  • -Aktualisiert am

Mattis und Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Oktober 2018. Bild: Reuters

Der frühere Verteidigungsminister Mattis und andere pensionierte Militärs werfen Trump Verfassungsbruch vor. Kurz darauf rückt Verteidigungsminister Esper vom Präsidenten ab. Die Distanzierung bringt einen Protest zum Ausdruck, dem sich im Pentagon viele anschließen.

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          James Mattis hatte schon bald nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister angedeutet, dass er sich irgendwann zu Wort melden werde: Wenn man aus der Regierung scheide, schulde man dieser sein Schweigen, sagte er zwar, fügte aber hinzu, dass dies nicht ewig gelte. Der frühere Vier-Sterne-General beließ es bislang im Grunde bei Andeutungen, wie jener aus seinem autobiographischen Buch, das er 2019 vorlegte: „Jeder Amerikaner muss wissen, dass unsere Demokratie ein Experiment ist, das in sein Gegenteil verkehrt werden kann.“

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Am Mittwoch jedoch verzichtete Mattis auf jede Zurückhaltung. In der Zeitschrift „The Atlantic“ schrieb er: Die Ereignisse dieser Woche hätten ihn wütend gemacht. Der Giebel des Obersten Gerichtshofs trage die Gravur: „Gleichheit vor dem Gesetz“. Genau dies sei es, was die Demonstranten zu Recht einforderten. Man solle sich nicht „von einer kleinen Zahl von Gesetzesbrechern“ ablenken lassen. Sodann: Donald Trump sei der erste Präsident, den er erlebe, der sich nicht darum bemühe, das Land zu einen. Er gebe es noch nicht einmal vor. „Stattdessen versucht er, uns zu spalten.“ Die Amerikaner seien Zeugen der Folgen dieses Versuches, der seit drei Jahren im Gange sei. Es seien auch die Folgen von drei Jahren „ohne mündige Führung“.

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