https://www.faz.net/-gpf-8mzg4

Wahl in Amerika : Obama fürchtet um sein Vermächtnis

  • Aktualisiert am

In ernster Stimmung: Barack Obama sorgt sich um sein Vermächtnis. Bild: dpa

Die Zahl der Afroamerikaner, die zur Wahl gehen, sei bislang nicht hoch genug, sagte der amerikanische Präsident Barack Obama in einem Interview. Sein Vermächtnis könne nur Hillary Clinton bewahren.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat in einem Radio-Interview Befürchtungen geäußert, dass Donald Trump, der republikanische Kandidat für seine Nachfolge, seine Errungenschaften zu Nichte machen könnten. In dem Gespräch sagte Obama, den schwarzen Wählern müsse klar sein, dass Trump schon in seinen ersten Wochen im Weißen Haus viele der Gesetze, die Obama erlassen hat, wieder zurücknehmen werde. Deshalb rief er die Afroamerikaner dazu auf, ihre Stimme für Hillary Clinton abzugeben.

          Obama sagte, Trumps einziger Plan sei, alles, was er getan habe, zurückzunehmen. Auch alles, was Michelle Obama, die First Lady erreicht habe, werde Trump zerstören. Dabei sprach er besonders über geschaffene Arbeitsplätze, besseren College-Zugang, Bildung für Kleinkinder und der Kampf gegen die Erderwärmung, die unter Trump gefährdet wären. Sollte Trump sein Nachfolger werden, gäbe es Steuererleichterungen für Reiche, Einschnitte in soziale Programme und weniger finanzielle Hilfen für College-Studenten. Er sagte: „Ich garantiere euch, sie würden sofort Michelles Garten umpflügen.“ Alles was seine Regierung erreicht habe, sei abhängig davon, dass er den Staffelstab an jemanden weitergeben könne, der seine Werte teile. Wenn die Leute sich also wirklich ihn und seine Politik unterstützen wollten, müssten sie unbedingt wählen gehen.

          Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Afroamerikaner nicht in dem Maße zur Wahl gehen, wie vor vier Jahren. Wie es in der „New York Times“ heißt, liege das daran, dass die Schwarzen ohne Barack Obama als Kandidat weniger engagiert seien. Außerdem trügen die Bemühungen der Republikaner Früchte, diese Wählerschicht von der Stimmabgabe abzuhalten. In der Folge sei die Wahlbeteiligung um 16 Prozent nach unten gegangen, während die weißer Amerikaner um 15 Prozent gestiegen sei.

          Weitere Themen

          Bremst Corona die Fridays for Future Bewegung aus? Video-Seite öffnen

          Luisa Neubauer im Interview : Bremst Corona die Fridays for Future Bewegung aus?

          Inmitten steigender Corona-Zahlen geht „Fridays for Future“ nach langer Pandemie-Pause wieder auf die Straße. Warum die Entscheidung für die Streiks gefallen ist und was die die Klimabewegung aus der Corona-Krise mitnehmen will, erzählt die Klima-Aktivistin Luise Neubauer im Video. Das ganze Interview hören Sie im „F.A.Z. Podcast für Deutschland.“

          Topmeldungen

          Besucher auf der Pekinger Automesse probieren den neuen Mercedes V260 L SPV.

          Pekinger Automesse : Autobauer hoffen auf China

          Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kommt die Autowelt wieder in China zu einer großen Messe zusammen. Die Aussichten für den größten Automarkt sind gut - aber auch die Abhängigkeit von China wächst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.