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Vorwahl-Fiasko in Iowa : Ein Menetekel für die Präsidentenwahl?

Vorwahl-Chaos in Iowa: Eine technische Panne bei der Übermittlung der Resultate ließ Bewerber wie Wähler zunächst im Unklaren über das Ergebnis. Bild: AP

Das Vorwahl-Chaos in Iowa liefert genug Munition, um den Demokraten Unfähigkeit zu regieren vorzuwerfen. Sie müssen jetzt ganz schnell die Kurve kriegen – und in puncto Wählermobilisierung eine Schippe drauflegen.

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          Dass die Republikaner für den politischen Gegner nur Spott und Häme übrig haben, kann man ihnen nicht verdenken (die dunklen Anspielungen allerdings hätten sie sich sparen können). Aber was sich die Demokraten beim Vorwahlauftakt in Iowa geleistet haben – eine technische Panne bei der Übermittlung der Resultate ließ Bewerber wie Wähler zunächst im Unklaren über das Ergebnis –, hat es in der Form auch noch nicht gegeben.

          Konfusion, Chaos, Fiasko – mit diesen Worten kann man die Zustände treffend beschreiben. Vielleicht sind die sogar ein Menetekel für die Präsidentenwahl im November. Einer der wichtigsten Termine im politischen Kalender ist jedenfalls gründlich in die Hose gegangen. Aus dem Schub, den sich Trumps Möchtegern-Herausforderer von den weithin beachteten Wählerversammlungen im Mittleren Westen erhofften, ist erst einmal nichts geworden.

          Stattdessen wird über die Kompetenz der Demokraten geredet. „Iowa“ dürfte genug Munition hergeben, um ihnen Unfähigkeit zu regieren vorzuwerfen. Dass schon wieder geraunt wird, das „System“, also die Parteiführung, habe ein unliebsames Ergebnis unterdrücken wollen, gibt einen Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Monaten vielleicht noch an Verschwörungstheorien auf den politischen Markt geworfen wird.

          Die Demokraten müssen jetzt ganz schnell die Kurve kriegen und in puncto Wählermobilisierung eine Schippe drauflegen. Für den Amtsinhaber wird das keine schlechte Woche.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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