https://www.faz.net/-gpf-a3scm

Entscheidende Wählergruppe : Trumps Frauen-Problem

  • -Aktualisiert am

Frauen demonstrieren kurz nach Donald Trumps Amtseinführung im Januar 2017 in Washington Bild: AP

Frauen in den Vorstädten könnten über den Sieg bei der amerikanischen Präsidentenwahl entscheiden. Donald Trump umwirbt diese Wählergruppe intensiv. Nicht alle der Angesprochenen finden sein Vorgehen gut.

          4 Min.

          Donald Trump hat ein Problem mit den Frauen. Sie könnten ihm am 3. November die Niederlage an der Wahlurne bringen. So lautet jedenfalls die Prognose vieler Meinungsforscher, die einen längerfristigen Trend sehen. Demnach wenden sich weiße Frauen langsam aber stetig von der republikanischen Partei ab. Das wäre neu: Im Jahr 2016 wählten 53 Prozent der weißen Frauen Trump. Die Demokraten sehen in den Zahlen über weibliche Wählerinnen in letzter Zeit aber einen Grund für Optimismus: Immerhin erklärten in einer Umfrage für den Radiosender NPR 66 Prozent der Frauen aus vorstädtischen Gebieten, sie missbilligten Trumps Arbeit.

          Trump hat diese Frauen in „Suburbia“ in den vergangenen Wochen für seinen Wahlkampf entdeckt. Die „Law and Order“-Kampagne, bei der er Kriminalität und die Protestbewegung für Polizeireformen rhetorisch verknüpfte, richtete sich besonders an sie, die er bei Twitter „Hausfrauen der Vorstädte Amerikas“ nannte. Er versprach auch, dass sie sich um Sozialwohnungen in ihrer Nachbarschaft keine Sorgen machen sollten. Trump hatte Vorschriften der Regierung seines Vorgängers Barack Obama abgeschafft, wonach Kommunen konkret nachweisen mussten, wie sie gegen Diskriminierung am Wohnungsmarkt vorgingen. Wie andere republikanische Kandidaten vor ihm zog Trump Verbindungen zwischen Kriminalität, Immobilienwerten, Rassismus und Einwanderung. So warnte er vor der „Zerstörung“ von Nachbarschaften. Bei seiner Wahlkampfveranstaltung im Juni in Tulsa hatte der Präsident von einem „bad hombre“ fabuliert, einem schlimmen Mann, der in das Schlafzimmer einer Frau einbreche, die dann wegen der Polizeireformen dort nur den Anrufbeantworter erwische.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido, im Gerichtssaal im August.

          Bushido im Abou-Chaker-Prozess : „Ich habe meine Frau geschlagen“

          Beim Prozess gegen Arafat Abou-Chaker wird Bushido vor Gericht persönlich: Er habe im Streit zwischen Abou-Chaker und seiner Frau die „dümmste Entscheidung“ seines Lebens getroffen. Auch den anschließenden Tiefpunkt schildert er.
          Start des neuen „Neuen Marktes“ im März 2017 mit dem damaligen Börsenchef Carsten Kengeter, der Chefin des Aktieninstituts Christine Bortenlänger und Hauke Stars, damals zuständig für das Börsenparkett

          Mehr als nur Facebook : Schaut auf Scale!

          Es gibt einen neuen „Neuen Markt“ an der Börse. Wussten Sie nicht? Schade. Denn da gibt es interessante Aktien.