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Kandidatur von Kanye West : Der Rapper, der Biden schaden will

  • -Aktualisiert am

Konfuser Auftritt in Schutzweste: West am 19. Juli in North Charleston Bild: AP

Das Verhalten des dritten Präsidentschaftskandidaten ist bizarr. Und doch könnte Kanye West eine entscheidende Rolle für das Wahlergebnis spielen. Trump würde es freuen.

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          Kanye West schien seiner Zeit voraus. 2011 nahm der schwarze Rapper gemeinsam mit Jay-Z den Song „No Church in the Wild“ auf. Die Kritiker lobten nicht nur das Stück, sondern auch das dazugehörige Musikvideo, das im Frühjahr 2012 erschien. Es zeigte bürgerkriegsartige Szenen: Plünderungen, brennende Autos und zuschlagende Sicherheitskräfte. Es stilisierte eine Protestbewegung, bei der im Clip offenblieb, für was sie eintritt und warum sie die Konfrontation mit der Polizei sucht.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          West ließ sich für sein Video ästhetisch vom „Occupy Wall Street“-Protest inspirieren. Eine politische Botschaft fehlt darin allerdings. Er benutzte den Protest vielmehr als künstlerische Kulisse. Erst zwei Jahre später, 2013, sollte die „Black lives matter“-Bewegung in Amerika entstehen. Rassismus und Polizeigewalt waren damals nicht Wests Thema.

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