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Duschköpfe in Amerika : Trump will mehr Wasserdruck: „Mein Haar muss perfekt sein“

  • Aktualisiert am

Legt großen Wert auf seine Frisur: Amerikas Präsident Donald Trump. Bild: Reuters

Duschende sollen künftig mehr Wasser verbrauchen dürfen: Wiederholt hatte sich Donald Trump darüber beschwert, die derzeitige Regel zur Einsparung von Wasser stünde dem „perfekten Haar“ im Weg. Amerikas Regierung will das nun ändern.

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          Gerade erst hat sich Präsident Donald Trump darüber beschwert, dass die Vorschriften zum Wasserverbrauch sein Bemühen um das „perfekte Haar“ stören – schon will die Regierung die Regularien für Duschen ändern. Künftig solle der zulässige Höchstverbrauch nicht mehr pro Dusche gelten, sondern pro Duschkopf, schlug am Mittwoch das Energieministerium vor. Dies würde die bisher geltenden Vorschriften zur Einsparung von Wasser aushebeln, die unter Präsident George Bush Senior erlassen worden waren.

          Laut den 1992 erlassenen Regeln dürfen beim Duschen höchstens 9,5 Liter Wasser pro Minute verbraucht werden. Bei Duschkabinen mit mehreren Düsen zählt die Begrenzung bisher für den Gesamtverbrauch. Gemäß dem Vorschlag des Energieministeriums soll die Obergrenze zukünftig stattdessen jeweils für jede der Düsen gelten – somit hätten die Duschköpfe einen stärkeren Wasserdruck als zuvor. Der Plan geht nach der Veröffentlichung zunächst in ein Diskussionsverfahren.

          Auch Energiesparlampen in der Kritik

          Trump hatte bereits schon im Juli über mangelnden Wasserdruck in Duschen geklagt. „Du nimmst eine Dusche, und kein Wasser kommt raus“, sagte er und kündigte an, die Vorschriften stutzen zu wollen. Wenn kein Wasser komme, „was tust Du dann?“, fragte der Präsident. „Bleibst Du einfach länger unter der Dusche stehen? Ich weiß nicht wie es bei Ihnen ist, aber mein Haar muss perfekt sein. Perfekt.“

          Zuletzt hatte Trump sich vergangene Woche beim Besuch eines Werks des Haustechnik-Herstellers Whirlpool über Duschen mit zu schwachem Wasserstrahl beschwert. „Wenn man wie ich ist, kann man sein wunderschönes Haar nicht vernünftig waschen“, sagte Trump laut einer offiziellen Abschrift des Weißen Hauses – und erntete Lachen und Applaus. „Man verschwendet 20 Minuten länger.“

          Auch in Bezug auf Toilettenspülungen hatte Trump die Vorschriften zur Einsparung von Wasser kritisiert. So sagte er im Dezember: „Die Menschen drücken die Toilettenspülung zehnmal, 15 Mal – statt einmal. Am Ende verbrauchen sie mehr Wasser.“

          Bei dem Fabrikbesuch im Bundesstaat Ohio schwärmte Trump zudem von klassischen Glühbirnen, die günstiger gewesen seien und besseres Licht machten als die neuartigen Energiesparlampen. Deswegen habe er auch den Verkauf der alten Glühbirnen wieder zugelassen, sagte er.

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