https://www.faz.net/-gpf-a1c5p

Kampagne gegen Immunologen : Trump-Regierung diskreditiert Fauci

Mit Maske: Anthony Fauci. Ohne: Donald Trump. Bild: Reuters

Wenn es um Corona geht, vertrauen viele Amerikaner dem Immunologen Anthony Fauci – und nur wenige dem Präsidenten. Trump will das offenbar nicht mehr hinnehmen. Fauci habe „viele Fehler“ gemacht.

          2 Min.

          Die amerikanische Regierung scheint eine Kampagne gegen Anthony Fauci zu führen, den obersten Immunologen des Landes. Wie die „Washington Post“ berichtet, hat ein Mitarbeiter der Administration am Wochenende eine Erklärung verbreitet, in der es heißt: „Mehrere Mitarbeiter des Weißen Hauses sind besorgt über die Vielzahl der Fehler, die Dr. Fauci gemacht hat.“ Angehängt an die Erklärung war eine Liste früherer Äußerungen Faucis, die sich demnach mittlerweile als falsch herausgestellt haben. Wie die Zeitung berichtet, ähnelt die Liste jenen, auf denen in Wahlkämpfen angebliche Verfehlungen politischer Gegner verzeichnet werden.

          Oliver Kühn

          Redakteur in der Politik.

          Fauci ist der Direktor des Nationales Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten. In der Öffentlichkeit wird er als eine der wichtigsten Informationsquellen über das Virus wahrgenommen. Im Frühjahr hatte er wochenlang mit Präsident Donald Trump oder Vizepräsident Mike Pence die seinerzeit täglichen Corona-Briefings im Weißen Haus mitbestritten. Einige der Aussagen, die er auf diesen Pressekonferenzen machte, stehen nun auf der vom Weißen Haus verbreiteten Liste.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Rom sieht die katholische Lehre in Deutschland in Gefahr

          Abendmahlsstreit : Abgehobener Vatikan

          Der Vatikan sieht wieder einmal die katholische Lehre in Deutschland in Gefahr. Der absolutistische Anspruch und der völlige Realitätsverlust sind ein Armutszeugnis.
          Blick in die Zukunft: Mitarbeiter am Zentrum für taktiles Internet in Dresden arbeiten mit einem Roboter

          Robotik-Standort Dresden : „Eine Riesenrevolution steht uns bevor“

          Dresden hat sich seit 1990 zu einem Hightech-Standort entwickelt. Das liegt an der Geschichte, vor allem aber an den Menschen. Sie haben sich schon oft neu erfunden. Bald will die Stadt zu den führenden Robotik-Zentren Europas gehören.