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Joseph Maguire : Trump ernennt neuen Geheimdienstdirektor

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Der bisherige Direktor des amerikanischen Terrorabwehrzentrums wurde von Präsident Trump zum vorläufigen Geheimdienstkoordinator ernannt. Bild: dpa

Der ehemalige Vize-Admiral Maguire leitete bisher das nationale Terrorabwehrzentrum und soll nun vorübergehend den Posten von Dan Coats übernehmen, der im Streit mit Trump zurückgetreten war. Dieser kündigt noch einen weiteren Rücktritt an.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat einen vorübergehenden Nachfolger für den scheidenden Nationalen Geheimdienstdirektor Dan Coats ernannt. Der bisherige Leiter des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joseph Maguire, werde den Posten zum 15. August übernehmen, verkündete der Präsident am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Trump schrieb, Maguires Karriere beim Militär sei lang und hervorragend gewesen, 2010 habe er sich aus der US Navy zurückgezogen. Maguire habe auf allen Ebenen befehligt. „Ich habe keinen Zweifel, dass er einen großartigen Job machen wird!“

          Zugleich kündigte Trump den Abgang der bisherigen Vize-Geheimdienstdirektorin Sue Gordon an. Sie werde den Posten zeitgleich mit Coats Mitte August abgeben, schrieb Trump auf Twitter. Eigentlich hätte Gordon nach Coats' Ausscheiden laut Gesetz kommissarisch dessen Amt übernommen.

          Trump hatte Ende Juli den Abgang des Nationalen Geheimdienstdirektors angekündigt. Coats wie auch seine Stellvertreterin Gordon genießen parteiübergreifend hohes Ansehen und gelten als unabhängige Köpfe. Trump und Coats hatten in der Vergangenheit aber mehrfach inhaltlich über Kreuz gelegen und diese Meinungsverschiedenheiten auch öffentlich ausgetragen. So erklärte der Geheimdienstkoordinator im Januar, dass der Iran seiner Einschätzung nach momentan nicht an Atomwaffen arbeite. Der Präsident widersprach und unterstellte den Diensten Ahnungslosigkeit.

          Trumps Wunschkandidat macht Rückzieher

          Zu seinem Nachfolger wollte der Präsident eigentlich den republikanischen Kongressabgeordneten John Ratcliffe machen, der auf einer Linie mit Trump liegt. Ratcliffe zog aber Anfang August seine Kandidatur zurück. Seine Nominierung war bei den oppositionellen Demokraten, aber auch bei Politikern von Trumps Republikanern auf Kritik gestoßen. Unter anderem gab es Zweifel an seiner Eignung für das Amt. Medien berichteten zudem, der Abgeordnete habe seinen Lebenslauf aufgehübscht.

          Dem Nationalen Geheimdienstdirektor kommt in der Sicherheitspolitik der Vereinigten Staaten eine zentrale Rolle zu. Er koordiniert und überwacht die Arbeit der amerikanischen Geheimdienste.

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