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Streit über Nationalkonvent : Trump droht North Carolina

  • Aktualisiert am

Donald Trump mit seiner Frau Melania am Memorial Day in Baltimore Bild: dpa

Der Präsident will den Nominierungsparteitag in einen anderen Bundesstaat verlegen, wenn der demokratische Gouverneur nicht garantiert, dass die Mega-Veranstaltung vor vollen Rängen stattfinden kann. Trump-Fans trommeln für Florida.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat via Twitter damit gedroht, den Nationalkonvent seiner republikanischen Partei aus North Carolina in einen anderen Bundesstaat zu verlegen. Dem demokratischen Gouverneur des Staates, Roy Cooper, warf er in einer Reihe von Tweets am Montag unter anderem vor, „in Shutdown-Laune“ zu sein.

          Cooper solle umgehend garantieren, dass die für August geplante Großveranstaltung vor vollen Rängen stattfinden könne. „Viele tausend enthusiasmierte Republikaner und andere schmieden Pläne, im August ins wunderschöne North Carolina zu fahren“, schrieb Trump. „Sie müssen sofort eine Antwort vom Gouverneur bekommen, ob es erlaubt ist, die Halle voll zu besetzen.“ Anderenfalls werde man leider gezwungen sein, einen anderen Austragungsort für den Nationalkonvent zu finden „mit all den Jobs und der wirtschaftlichen Entwicklung, die (die Veranstaltung) mit sich bringt“. Das möchte er natürlich nicht, so Trump.

          Trump-Fans bringen Florida ins Spiel

          North Carolina hat wie andere Bundesstaaten Großveranstaltungen vorerst abgesagt. Versammlungen in geschlossenen Räumen sind auf maximal zehn Personen begrenzt. Das gilt noch bis Ende Juni. Gelockert werden soll die Regel nur, wenn die Situation es dann zulässt.

          Einen konkreten anderen Staat als Austragungsort nannte Trump nicht. Seine Unterstützer brachten vor allen anderen Staaten dessen Wahlheimat Florida ins Gespräch. Dort nahm Trump seinen Erstwohnsitz, dort unterhält er drei Golf-Resorts. Florida wird von dem republikanischen Gouverneur und engen Trump-Vertrauten Ron DeSantis regiert.

          Trumps Drohung fügt sich ein in eine ganze Reihe verbaler Angriffe auf demokratisch regierte Staaten, von denen der Präsident Lockerungen der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus fordert. Wiederholt ermutigte Trump Demonstranten, gegen die Maßnahmen auf die Straße zu gehen. Die Vereinigten Staaten haben in der Corona-Pandemie eine vergleichsweise hohe Zahl von Infektionen und Todesfällen. Unter den Schutzmaßnahmen leidet auch die Wirtschaft sehr, die Arbeitslosigkeit ist stark gestiegen.

          Der Nationalkonvent soll vom 24. bis 27. August im Spectrum Center in North Carolinas größter Stadt Charlotte abgehalten werden. Auf der Veranstaltung ernennen Delegierte der republikanischen Partei ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl im kommenden November. Dass Amtsinhaber Trump wieder aufgestellt wird, ist sicher.

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