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Nach TV-Duell : Selbst Republikaner kritisieren Trump

  • -Aktualisiert am

Ein Demonstrant der rechten „Proud Boys“ diskutiert am 26. September in Portland mit einem Gegendemonstranten. Bild: dpa

Nach der ersten Fernsehdebatte präsentiert sich Präsident Donald Trump als Sieger des Duells mit Joe Biden. Doch sogar ranghohe Republikaner gehen auf Distanz.

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          Donald Trump tat, was er immer tut, wenn die Dinge nicht nach seinen Vorstellungen laufen. Einen Tag nach der ersten Fernsehdebatte, über die seine eigenen Berater später äußerten, er sei viel zu hitzig aufgetreten, sagte der amerikanische Präsident, er habe das Aufeinandertreffen genossen. Seinen Anhängern auf einer Kundgebung in Duluth in Minnesota präsentierte er sich selbstredend als Sieger des Duells mit Joe Biden.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Die Schauspielerei konnte nicht überdecken, dass er zu weit gegangen war. Ranghohe Republikaner waren öffentlich auf Distanz zu ihm gegangen. So trat er am Mittwoch vor die Kameras – wohl wissend, dass man ihn auf seine Äußerung ansprechen werde, die „Proud Boys“ sollten sich zurückhalten und bereithalten. Und so sagte er: „Ich weiß nicht, wer die Proud Boys sind“. Zudem: „Wer auch immer sie sind, sie müssen sich zurückhalten und die Strafverfolgungsbehörden ihre Arbeit machen lassen.“ Auf die Nachfrage, ob er Rechtsradikale („White Supremacists„), zu denen die „Proud Boys“ zählen, verurteile, bemerkte er: „Ich habe immer jede Form, jede Form von so etwas verurteilt.“ Den Begriff „White Supremacists“ nahm er nicht in den Mund.

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