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Wahl in Amerika : Sarah Palin macht Werbung für Donald Trump

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Sarah Palin kämpft nun für Donald Trump Bild: AP

Kurz vor Beginn der Vorwahlen in Amerika bekommt Donald Trump Unterstützung von der Vorzeigefrau der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung. Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur zählt der Republikaner auf die Stimme von Sarah Palin.

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          Donald Trump bekommt Unterstützung von Sarah Palin. Die Vorzeigefrau der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung und einstige Gouverneurin im amerikanischen Bundesstaat Alaska werde Wahlkampf für den umstrittenen Bewerber auf das Amt des amerikanischen Präsidenten machen, teilte das Wahlkampfteam des Immobilien-Moguls aus New York am Dienstag mit.

          Der einstige Medienstar des erzkonservativen rechten Flügels der Republikaner war 2008 selbst als Präsidentschaftskandidatin im Gespräch, hatte aber wiederholt mit verbalen Ausrutschern Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Schließlich kandidierte sie an der Seite von John McCain erfolglos für das Amt der Vizepräsidentin.

          Zur Überraschung vieler hatte McCain sie damals zu seinem „running mate“ ernannt. Im Falle eines Wahlsieges wäre die streng konservative Politikerin Vizepräsidentin geworden. Die damals 44-Jährige galt an der Seite des 72 Jahre alten Kandidaten zunächst als „Game Changer“, jemand der das Blatt wenden könne. Doch sie blamierte sich vor allem mit peinlichen Aussagen und wurde zu einer der am häufigsten parodierten Politfiguren in den Vereinigten Staaten.

          Die Zusammenarbeit von Trump mit Palin wird nun als Versuch des New Yorkers gewertet, seinen bisher schärfsten innerparteilichen Widersacher Ted Cruz auszuschalten.Der Texaner Cruz, politisch ebenfalls am äußerst rechten Rand der Republikaner angesiedelt, hat bisher viele Anhänger in der Tea-Party-Bewegung, die sich besonders an den Reformen von Amtsinhaber Barack Obama reibt. Cruz und Trump liefern sich bei der in zwei Wochen bevorstehenden Vorwahl im Bundesstaat Iowa ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

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          Im vergangenen September hatte Palin in einem CNN-Interview erklärt, sie wäre gerne Energieministerin unter Donald Trump. Allerdings würde sie vielleicht gar nicht lange im Amt bleiben, sollte Trump sie ins Kabinett holen. „Wenn ich an der Spitze (des Ministeriums) stünde, würde ich es abschaffen“, sagte Palin. Sie lehnt die Evolutionstheorie, Homo-Ehen und Abtreibungen strikt ab und gilt als begeisterte Jägerin und ist Teil der Waffenlobby. Im Dezember saß die 52-Jährige bei der TV-Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber in Las Vegas im Publikum.

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