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Streit um Grenzmauer : Trump geht auf Mexiko los

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Der Streit zwischen Amerika und Mexiko über die geplante Grenzmauer flammt wieder auf: Amerikas Präsident Trump attackiert das Nachbarland, doch die Antwort aus Mexiko lässt nicht lange auf sich warten.

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          Amerikas Präsident Donald Trump und sein mexikanischer Amtskollege Enrique Peña Nieto haben sich ein Fernduell über die Finanzierung der geplanten Grenzmauer zwischen beiden Ländern geliefert. „Ich will kein Problem verursachen, aber ich sage Euch: Am Ende wird Mexiko für die Mauer bezahlen“, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einer Rede vor Anhängern in Nashville im Bundesstaat Tennessee. „Mexiko tut nichts, um zu verhindern, dass Menschen aus Honduras und diesen ganzen anderen Ländern kommen. Sie tun nichts, um uns zu helfen.“

          Die Antwort aus Mexiko ließ nicht lange auf sich warten. „Präsident Trump: NEIN. Mexiko wird NIEMALS für die Mauer zahlen. Nicht jetzt, niemals. Hochachtungsvoll, Mexiko (wir alle)“, schrieb Staatschef Peña Nieto auf Spanisch und Englisch auf Twitter.

          Trump will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen, um Drogenschmuggel und illegale Einwanderung zu stoppen. Allerdings kommen die Pläne nicht recht voran. Bislang gibt es lediglich einige Prototypen in San Diego.

          Trump hatte seinen Anhängern stets versprochen, dass er Mexiko für das Milliardenprojekt zur Kasse bitten werde. Die Regierung in Mexiko-Stadt weist das allerdings weit von sich.

          Der amerikanische Präsident hatte seine Regierung im April per Dekret angewiesen, Mitglieder der Nationalgarde an die Grenze zu Mexiko zu schicken. Die Gardisten sollen die amerikanischen Grenzschützer unterstützen. Trump schrieb in dem Dekret, die Gesetzlosigkeit an der südlichen Grenze sei komplett unvereinbar mit der Sicherheit und Souveränität des amerikanischen Volks.

          Mexiko fürchtet seither eine Militarisierung an der Grenze zu den Vereinigten Staaten. Sollte der Einsatz der Nationalgarde zu einer Militarisierung der Zone führen, würden die bilateralen Beziehungen ernsthaft beschädigt werden, sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray im April. Auch der mexikanische Senat kritisierte Trumps Pläne scharf. In einer einstimmigen Erklärung forderten die Senatoren die Regierung dazu auf, die geplante Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten gegen das organisierte Verbrechen und die Kooperation beim Thema Einwanderung auszusetzen.

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